ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:07 Uhr

25. Treffen in Finsterwalde
Das Motorenanblasen ist eine „Pflichtveranstaltung“

 Ein großer Spaß für Biker und Zuschauer ist die Fahrt um den Markt.
Ein großer Spaß für Biker und Zuschauer ist die Fahrt um den Markt. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Die Jubiläumsfahrt zum Start in die Saison lockte am Ostersonnabend etwa 350 Biker auf den Finsterwalder Markt. Von Jürgen Weser

Punkt 14 Uhr brummen, summen und dröhnen am Ostersamstag die Motoren. Aber schon eine Stunde vorher sind viele Biker und Zuschauer auf dem Marktplatz in Finsterwalde präsent. Sehen und gesehen werden, die Maschinen aller Art im strahlenden Sonnenschein präsentieren, Motorradfreunde begrüßen und das Fachsimpeln mit ihnen waren angesagt.

Das grandiose Osterwetter half der traditionsreichen Veranstaltung, bei der 25. Auflage ein besonders schöner Start in die Bikersaison zu werden.  Aus dem traurigen Anlass des tödlichen Unfalls eines Bikers im Herbst 1992 bei Frankena heraus entstanden, ist die Fahrt Erinnerung und inzwischen auch stolzes Zeigen der Vielfalt einer Freizeitbeschäftigung. Norbert Bönisch, der „Vater“ dieser Fahrt, der auf traditionsreichem Kurs durch den Landkreis voranfährt, ist stolz darauf, dass sich ein so großartiges Event als „Selbstläufer“ entwickelt hat. Von Beginn an dabei sind auch die Motorradsportfreunde aus Doberlug-Kirchhain. Für Ralf Berthold, Bernd Reinicke, Thomas Wolf und Uwe Schwär ist das „Anblasen“ der Motoren am Ostersonnabend liebgewordene „Pflichtveranstaltung“, bei der man Spaß habe und „die unsere Heimatverbundenheit zeigt“. Sie nutzten den Tag, um ihre diesjährige große Fahrt durch den Bayerischen Wald zu besprechen, nachdem sie im vorigen Jahr Usedom „erfahren“ haben.

Als stolze und selbstbewusste Bikerinnen zeigten sich die „Tieffliegenden Powerhexen“ Karola Thietke und Birgit Glaschker aus Luckenwalde zum ersten Mal bei der Osterfahrt in Finsterwalde. Sie haben von einem Motorsportfreund von dem „Anblasen“ erfahren und sind beeindruckt von der großen Teilnehmerzahl. „Tieffliegende Hexen ist eine lose Gemeinschaft von Bikerinnen aus mehreren Bundesländern“, erzählen sie und wünschen sich, „dass noch mehr Frauen nicht nur auf dem Sozius sitzen wollen.“ Für sie ist das Motorradfahren auch Zeichen der Emanzipation. Passenderweise treffen sich die „Biker-Hexen“ in diesem Jahr im Harz.

 Erstmals angereist und begeistert: die tieffliegenden Hexen aus Luckenwalde.
Erstmals angereist und begeistert: die tieffliegenden Hexen aus Luckenwalde. FOTO: Jürgen Weser
 Erstmals angereist und begeistert: die tieffliegenden Hexen aus Luckenwalde.
Erstmals angereist und begeistert: die tieffliegenden Hexen aus Luckenwalde. FOTO: Jürgen Weser

Das Motorengeräusch und die Freiheit des Fahrens verbinden alle Biker am Sonnabend, auch wenn sie auf ganz unterschiedlichen Maschinen sitzen. Stolz präsentiert der ehemalige Finsterwalder Sven Neitzke aus Luckau den „größten serienmäßigen Einzylinder der Welt“ mit einer Suzuki DR 800, während Hubert Koslowskis Honda, der mit den Bikerfreunden um Ralf Steppan aus Massen unterwegs ist, acht Zylinder verbirgt und sich Frank Knöfel aus Finsterwalde nicht von seiner BMW R 60-2 aus dem Jahr 1964 als Oldtimer trennen möchte.

Zum ersten Mal ist das Endziel der Fahrt diesmal mit der Waldschänke Weißagk ein besonders idyllischer Ort, den die Biker erobern. Norbert Bönisch wünscht sich, dass man in Finsterwalde das „Anblasen“ am Ostersonnabend zu einem organisierten Event vor dem Start für Biker und Zuschauer machen könnte.

 Ein großer Spaß für Biker und Zuschauer ist die Fahrt um den Markt.
Ein großer Spaß für Biker und Zuschauer ist die Fahrt um den Markt. FOTO: Jürgen Weser