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Ohne Barriere vom Fußweg bis in den ersten Stock

Crinitz. Viele lobende Worte gab es gestern in der neuen Wohnanlage "Palmental" in der Töpfergemeinde. Groß war das Interesse der Crinitzer an den in der Haupt- und der Ida-Straße in zwei Wohnhäusern entstandenen insgesamt 22 Wohnungen. Gabriela Böttcher

Für die Eigentümerin, die BRF Friedrichshain GmbH aus Berlin, versicherte Geschäftsführer Hans Gretschuskin: "Wir fühlen uns wohl in Crinitz. Hier haben Ämter und Menschen das Herz auf dem richtigen Fleck." Der Crinitzer Bürgermeister Horst Hofmann wollte eigentlich als Geschenk - typisch für Crinitz - eine Linde zum Tag der offenen Tür mitbringen, hatte aber weit und breit keine auftreiben können. Warum die Anlage "Palmental" heiße, wo es doch keine Palme zu sehen gebe wollte er wissen. Hans Gretschuskin verweist auf die erste Wohnanlage des Unternehmens, die in Eisenach aus einem Hotel namens Palmental entstanden war. Seither haben alle weiteren Anlagen ebenfalls diesen Namen als Markennamen erhalten.

Horst Hofmann erinnerte daran, dass die einstigen Werkswohnungen des Keramikwerkes vor Jahren vor dem Abriss standen. Vor drei Jahren begann die BRF GmbH schließlich mit der Sanierung. "Wir haben uns Zeit genommen", sagt Hans Gretschuskin. Es sei schwierig gewesen, für manche Gewerke Fachkräfte zu finden.

Die 1- und 2-Raum-Wohnungen sind auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt. Obwohl es nur Parterre und erste Etage gibt, wurden Fahrstühle eingebaut. In den Wohnungen herrscht Barrierefreiheit. Das hat Horst Matho (87) bewogen, sich gestern sofort eine Wohnung reservieren zu lassen. "Wir haben schon viele Anfragen und nehmen uns Zeit, unsere Wohnungen zu vergeben", sagt Hans Gretschuskin.

Zu den Gratulanten gehörte gestern auch der Vorsitzende des Heimatvereins Detlef Voigt. Als Nachbar werde man Kontakte zu der Wohnanlage herstellen und die Mieter zu Veranstaltungen einladen, kündigte er an. "Die Anlage ist ein echter Gewinn für die Gemeinde", sprach er für viele Crinitzer, die sich beim Eröffnungsfest mit Musik in der Innenanlage der Häuser zusammengefunden hatten. Die neuen Bänke im Zentrum der Wiese und unter Schatten spendenden Bäumen wurden für gut befunden. Ein Pavillon und ein Grill sollen die Sitzecke noch komplettieren.