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| 18:27 Uhr

Nur ein Plattfuß und ein defekter Motor

Das hat Doberlug bislang noch nicht erlebt: Spalier auch bei der Ankunft nach bestandener Ausfahrt: Wolfgang Riedel aus Leipzig mit einer Corvette C 1, Baujahr 1960.
Das hat Doberlug bislang noch nicht erlebt: Spalier auch bei der Ankunft nach bestandener Ausfahrt: Wolfgang Riedel aus Leipzig mit einer Corvette C 1, Baujahr 1960. FOTO: Cindy Dessau/cdu1
Doberlug-Kirchhain. Kein Unfall, kein Tropfen Regen, allerbeste Organisation, super Strecke, klasse Bordbuch, toller Ausflug auf den Lausitzring – die 120 Starter der vierten Oldtimer-Rallye des vom Doberlug-Kirchhainer Verein Fahrzeug-Legenden organisierten Events haben noch am Montag Danke-Mails, Grußworte am Telefon und Kurznachrichten via WhatsApp gesendet. Frank Claus

Hendrik Schmelzer, der Vorsitzende des jungen Doberlug-Kirchhainer Vereins Fahrzeug-Legenden, ist noch im Hochgefühl des Glücks. Noch immer trudeln Dankeschön-Nachrichten auf vielen Kanälen ein. Und er selbst sprudelt noch: "So viele Leute wie an diesem Sonntag hatten wir noch nie. Auch als die Fahrer von der Ausfahrt wieder aufs Schlossgelände einbogen, wurden sie von einem Spalier von Menschen empfangen und wieder zurück zu ihrem Stellplatz geleitet."

Die Ausfahrt verlief reibungslos. "Nur ein Motorrad hatte Plattfuß und bei einem spielte der Motor nicht mehr richtig mit. Die haben wir abgeschleppt", erzählt der Chef. Die Fahrt auf der Grand-Prix-Strecke des Lausitzrings und der Kontakt zu den Besatzungen des zeitgleich stattfindenden "ADMV Classic Cup" faszinierten die Gäste, darunter viele aus ganz Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin. "Viele waren das erste Mal auf dem Eurospeedway", so Hendrik Schmelzer. Die Rallye war in zwei Etappen unterteilt, eine 40,7 Kilometer lange bis zum Lausitzring und eine 42,4 Kilometer lange Rückfahrt zum Schloss Doberlug. Keiner hat sich verfahren, was sowohl an der Fahrerbesprechung lag, die Jens Lahne vornahm, und besonders am vorzüglich gestalteten Bordbuch, das jede Besatzung vor Antritt der Fahrt erhielt. Darin waren auch die sechs Wertungsprüfungen, zumeist Geschicklichkeitsübungen, genau beschrieben.

Katrin und Bastian aus Gorden, die mit einem Cevy Bel Air an der Rallye teilnahmen, schreiben: "Es war unsere erste Rallye in Doberlug, und wir sind überrascht, wie gut alles organisiert war. Alle super freundlich, Beschilderungen unterwegs klasse. Wir würden gern beim nächsten Mal wieder dabei sein."

Bernd aus Berlin übermittelt: "Ein dickes Lob für die tolle Ausrichtung.""Alles war super organisiert, ich muss Euch mal mein größtes Lob aussprechen", schreibt Andreas Schulz. "Nochmals herzlichen Dank für den super-tollen Tag bei Euch in Doberlug, die tolle Bewirtung und den Ausflug auf den Lausitzring", schreibt Steffen aus Halle via WhatsApp. Er hat die Anfahrt von zwei Oldtimer-Omnibussen organisiert.

Der elfköpfige Verein möchte das Lob keinesfalls nur für sich in Anspruch nehmen. "Unsere Familien und Freunde haben geholfen, ohne den Feuerwehrverein wäre nichts gegangen, und Stadt und Sponsoren haben uns bestens unterstützt", so der Chef. Einen weiteren schönen Nebeneffekt hat die vierte Oldtimer-Rallye übrigens auch schon: "Wir sind von einigen Leuten angesprochen worden, die Mitglied im Verein werden möchten, um uns künftig zu unterstützen", berichtet Hendrik Schmelzer.

Noch etwas steht schon heute fest. Die fünfte Rallye findet wieder in Doberlug statt. Am 30. Juli 2017 soll es große Wiedersehensfreude geben. Empfohlen wird schon jetzt, auf der Internetseite des Vereins Informationen zum Anmeldestart einzuholen.