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Noten und Ouvertüre statt Fliegendreck und Ofentüre

Johanna-Julia Spitzer und Gesine Forberger bezauberten als Hexen der Oper mobile die Grundschüler aus Finsterwalde.
Johanna-Julia Spitzer und Gesine Forberger bezauberten als Hexen der Oper mobile die Grundschüler aus Finsterwalde. FOTO: ikk1
Finsterwalde. Da haben die 76 Hortkinder aus den drei Finsterwalder Grundschulen aber ordentlich etwas lernen können am Montag in der Finsterwalder Grundschule Stadtmitte. Die Mobile Oper des Staatstheaters Cottbus war eigens angereist, um den kleinen Besuchern zu zeigen, wie die Oper funktioniert und warum sie gar nicht langweilig ist. Ivonne Kommolk/ikk1

Kindegerecht und begeisternd schafften es die zwei Darstellerinnen spielerisch, musikalisches Wissen unter die Schüler zu bringen, die manches Mal enthusiastisch aufsprangen und am liebsten mitgewirkt hätten.

Hexe Hillary wusste nämlich gar nicht so richtig Bescheid. Lesen klappte noch nicht und verstehen, was die denn meinen im Hexenlexikon A-Z, auch nicht. Da hat sie sich erst einmal die ältere Hexe und Sängerin Maria Bellacanta herbeigezaubert, die ihr so manches Mal musikalisch auf die Sprünge half. So lernte Hillary, dass die Flecken auf dem Papier Noten sind und kein Fliegendreck und eine Ouvertüre wenig mit einer Ofentüre gemein hat.

Auch ist der Taktstock kein Zauberstab, mit denen man die Musiker, die falsch spielen in Schweine verwandeln kann. Aber mit Musik kann man trotzdem zaubern, nämlich Gefühle. So musste Hillary manchmal sehr weinen, aber auch manchmal sehr lachen und hat die Kinder und Lehrer damit kräftig angesteckt.

Maxi Spangenberg und Collin Liebe, beide aus der 2a der Grundschule Nord, waren total begeistert von dem Stück. Maxi gefiel natürlich das wunderschöne Glitzer-Kleid der Maria Bellacanta und den "coolen roten Haaren", wogegen Collin von der Zauberei entzückt war. Einige Kinder gingen danach noch zu den beiden Darstellerinnen Johanna-Julia Spitzer und Gesine Forberger und fragten, ob sie denn tatsächlich Hexen seien. Sie hätten nämlich so einige Wünsche. Die beiden ließen diese Frage schmunzelnd offen.

Die Finsterwalder hatten besonderes Glück die "Oper mobil" begrüßen zu dürfen, war das doch die vorletzte Vorstellung von "Hillary geht in die Oper", die gegeben wurde. Noch eine, dann ist die fünfjährige Spielzeit beendet. Es wird weitere Projekte mit Schulen geben, sagen die Schauspielerinnen, die mit einer Souffleuse und zwei Technikern angereist waren, aber "Hillary" wandert vorerst ins Archiv.