ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:16 Uhr

Nicht fallen lassen

Sich informieren, bevor das Kind in den Brunnen fällt, das wünscht sich Detlef Krüger vom Finsterwalder Sozialamt von den Eltern.

Denn die werden auf die Probleme ihrer Kinder oft erst aufmerksam, wenn es schon fast zu spät ist, sprich, wenn aus dem gelegentlichen Alkohol- oder Drogenkonsum längst eine Abhängigkeit geworden ist, aus der man ohne fremde Hilfe nicht mehr entkommt. Wie man Kinder so fördern kann, dass die Versuchung, sich in die Scheinwelt der Betäubungsmittel zu flüchten, so gering wie möglich ist, wie man erkennen kann, ob sein Kind Erfahrungen mit Drogen hat, und wo man Hilfe bekommt, wenn es doch zu spät ist, das will die Präventionswoche den Eltern zeigen. Weil an allen Veranstaltungen Kinder und Jugendliche teilnehmen können, haben die Eltern aber auch die Chance, einmal ganz andere Sichtweisen kennen zu lernen, nämlich die der Kinder und Jugendlichen selbst. Erfahren, wie es in den Köpfen der Sprösslinge wirklich aussieht, teilen, was sie bewegt, was sie ängstigt oder freut, helfen, wo Hilfe gebraucht wird, das dürfte, neben allem anderen, eine sehr wirksame Form der Prävention sein. Dann fällt das Kind nämlich erst gar nicht in den Brunnen.