| 17:58 Uhr

Neues Löschfahrzeug und alter LO

André Simon (l.), stellvertretender Ortswehrführer Breitenau, klemmt den symbolischen Schlüssel hinter den Scheibenwischer vom neuen LF 20. Stefan König, Ortswehrführer Großbahren, freut sich über das Tragkraftspritzenfahrzeug aus Breitenau – für Großbahren das erste Fahrzeug nach 25 Jahren.
André Simon (l.), stellvertretender Ortswehrführer Breitenau, klemmt den symbolischen Schlüssel hinter den Scheibenwischer vom neuen LF 20. Stefan König, Ortswehrführer Großbahren, freut sich über das Tragkraftspritzenfahrzeug aus Breitenau – für Großbahren das erste Fahrzeug nach 25 Jahren. FOTO: Lehmann
Breitenau. Sonnewalde freut sich über ein neues Löschgruppenfahrzeug und schickt zwei Teams mit LO und W 50 zur Feuerwehr-Oldtimer-WM an den Großglockner. Heike Lehmann

Der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Sonnewalde hat sich verändert. Mit dem neuen Löschgruppenfahrzeug (LF 20) - dem ersten in der Amtszeit von Bürgermeister Werner Busse (CDU) und Stadtbrandmeister Hans-Joachim Sprotte - geht ein Ruck durch die Truppe. Vom Hersteller Ziegler ist Hans-Peter Kahlert zur offiziellen Übergabe gekommen.

Die neue Technik motiviert die Kameraden, insbesondere vom Löschzug II, zu dem die Ortswehren Breitenau, Goßmar, Großbahren, Kleinbahren, Möllendorf und Dabern gehören. Die Entscheidung, das neue LF 20 in Breitenau zu stationieren, war zwar im übrigen Sonnewalde nicht ganz unumstritten. Aber die Wogen haben sich mittlerweile geglättet. Das Fahrzeug war schon im Einsatz - von Hausbrand bis Waldbrand.

Im Januar ist der MAN vom Werk geholt worden. Mit 15,5 Tonnen, 290 PS und 2400 Liter Löschwasser ist er "ein klassisches Erstangriffsfahrzeug", wie Zugführer Thomas Trodler betont. "Mit nur zwei Tragkraftspritzenfahrzeugen und vier Tragkraftspritzenanhängern war der Löschzug II technisch unterbesetzt", so Trodler zu der Gefahren- und Risikoanalyse und dem im Herbst 2016 beschlossenen Brandschutzkonzept.

Das Fahrzeug kostet 320 000 Euro. Der chronisch klammen Stadt Sonnewalde hat geholfen, dass das Land bei der Finanzierung zu hundert Prozent unter die Arme gegriffen hat. "Die Stadt war mit nur 25 000 Euro für Funkgerät und Atemschutzausrüstung beteiligt", so Hans-Joachim Sprotte. Bürgermeister Busse sieht in der Standortwahl auch ein "Dankeschön für die ständige Einsatzbereitschaft der Breitenauer und deren guten sportlichen Ergebnisse".

Mit bescheidenen zweimal 50 Euro Spritkostenzuschuss überrascht Busse die beiden Teams, die am Mittwoch Richtung Österreich aufbrechen. Weitere 100 Euro kommen vom CDU-Landtagsabgeordenten Rainer Genilke. Die Historikgruppe Breitenau nimmt zum zweiten Mal an der Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeisterschaft am Großglockner teil. Dafür haben sie einen alten LO der Marke Robur gekauft und wieder aufgebaut. "Die Stadt Bad Liebenwerda hat ihn versteigert. Er war nicht mehr komplett", sagt Ralf Laake. Seit Februar haben die Männer geschraubt, um ihn in Originalzustand LF 8/8 zu bringen.

Mit einem W 50 LF 16 fahren sechs Goßmarer erstmals mit nach Österreich, um dort die Hochalpenstraße unter die Reifen zu nehmen.