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| 19:02 Uhr

Neues Einsatzfahrzeug für Prießen

Handschlag nach der Schlüsselübergabe: Bürgermeister Bodo Broszinski (r.) und Ortswehrführer Sven Skobowsky.
Handschlag nach der Schlüsselübergabe: Bürgermeister Bodo Broszinski (r.) und Ortswehrführer Sven Skobowsky. FOTO: Heike Lehmann
Prießen. Da hat der alte Barkas, Baujahr 1976, der Freiwilligen Feuerwehr Prießen noch einmal einen Tag im Mittelpunkt gestanden. 20 Jahre leistete er den Kameraden treue Dienste. leh

Das wurde am Wochenende gebührend gefeiert. Doch als am Sonntagvormittag zum Frühschoppen ein nagelneues Tragkraftspritzenfahrzeug vorfährt, ist der Barkas endgültig abgeschrieben. Der Doberlug-Kirchhainer Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) überreicht Ortswehrführer Sven Skobowsky die Fahrzeugschlüssel und hofft auf immer genug Einsatzkräfte, um es bestücken zu können. Die neue Tragkraftspritze hatten die Prießener bereits vor einigen Jahren bekommen.

38 Mitglieder hat die Ortswehr von Prießen. Zehn Frauen gehören dazu. Christa Pörsel, einst die Konsumfrau im Dorf, ist mit 61 Jahren die Älteste unter ihnen. Und sie ist gern bei der Feuerwehr. Genauso gern wie ihr Sohn Leander, der mittlerweile in München lebt und arbeitet, aber aus der Prießener Wehr nicht austreten will. Mit dem Handy läuft Christa Pörsel aufgeregt um das blitzende Fahrzeug herum, fotografiert es und will das Foto mittels mobiler Technik zum Sohn in die bayrische Hauptstadt schicken. Irgendwie aber funktioniert es nicht. Kein Netz. Wenn man die neue Technik schon nutzen will.

Für das neue Einsatzfahrzeug ist das hoffentlich kein schlechtes Omen - es wird gebraucht. Auch wenn der letzte Löscheinsatz der Prießener schon zwei Jahre her ist. "Es war ein Backofen- und Schornsteinbrand im eigenen Dorf", erinnert sich Sven Skobowsky.

"Seit die Nexdorfer ihr neues Fahrzeug haben, ist ihre Einsatzhäufigkeit spürbar gestiegen. Erst am Samstag waren sie wieder zum Waldbrand draußen", sagt Stadtbrandmeister Andreas Riemer. Mit Prießen rüstet die Stadt Doberlug-Kirchhain die dritte Ortswehr in nur wenigen Monaten mit einem modernen Einsatzfahrzeug aus. Nexdorf bekam im September 2013 ein neues Auto, Arenzhain im April. Der Stadtbrandmeister würdigt dieses Engagement der Stadtverwaltung und der Stadtverordneten für einen "Brandschutz auf hohem Nivau". "Das ist längst nicht überall so", sagt er.