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Mobile Verstärkung
Neuer Einsatzleitwagen für Finsterwalder Wehr

Schlüsselübergabe des neubeschafften ELW 1 als Führungsfahrzeug der Gefahrstoff- und Brandschutzeinheit von Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (2.v.l.) an Stadtbrandmeister Michael Kamens.
Schlüsselübergabe des neubeschafften ELW 1 als Führungsfahrzeug der Gefahrstoff- und Brandschutzeinheit von Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (2.v.l.) an Stadtbrandmeister Michael Kamens. FOTO: Holger Fränkel
Finsterwalde. Drei weitere Autos, ein Feldkochherd und Boote für die DLRG in Bad Liebenwerda sowie die DRK-Wasserwacht in Falkenberg stehen als nächstes auf dem Investitionsplan des Landkreises Elbe-Elster.

Bereits Ende Februar hatte Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Elsterwerda insgesamt drei neue Fahrzeuge und zwei neue Fahrzeugstellplätze ihrer Bestimmung übergeben. Darunter der Gerätewagen Gefahrgut an die Freiwillige Feuerwehr Elsterwerda, der Einsatzleitwagen 2 sowie der Mannschaftstransportwagen Führungsunterstützung an die Führungs- und Unterstützungseinheit des Landkreises Elbe-Elster. Vor wenigen Tagen wurde nun auch für die Freiwillige Feuerwehr Finsterwalde ein Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) des Katastrophenschutzes des Landkreises in Dienst gestellt.

Der neubeschaffte ELW 1 dient als Führungsfahrzeug der Gefahrstoff- und Brandschutzeinheit. Die Firma BINZ aus Ilmenau baute einen marktüblichen Kleinbus zu einer mobilen Führungsstelle um. Hierzu wurden zwei Fernmeldearbeitsplätze mit entsprechender Informations- und Kommunikationstechnik eingebaut. Ein aus dem Campingbereich stammendes Vorzelt erweitert das Fahrzeug um einen wettergeschützten Besprechungsraum. Die Kosten für das neue Einsatzmittel betrugen 140 000 Euro.

„Das bei der Stützpunktfeuerwehr Finsterwalde stationierte Fahrzeug steht über seinem Einsatz im Katastrophenschutz hinaus auch den Feuerwehren in der gesamten Sängerstadtregion für den örtlichen Brandschutz zur Verfügung“, betonte Finsterwaldes Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) bei der Übergabe an Stadtbrandmeister Michael Kamens. Zweifellos: 330 Einsätze im Jahr 2017 sind beachtlich und machen nachdenklich, was die Kameraden leisten. Und ohne gute Technik geht es nicht.

Die Fahrzeuge wurden über ein Förderprogramm des Landes Brandenburg beschafft. Das Land fördert 70 Prozent der Anschaffungskosten, der Landkreis trägt die verbleibenden 30 Prozent. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski: „Durch die andauernden Investitionen, die der Landkreis gemeinsam mit dem Land Brandenburg im Bereich des Katastrophenschutzes tätigt, kann den Menschen im Landkreis ein hohes Sicherheitsniveau gewährleistet werden. Ohne das herausragende Engagement der ehrenamtlichen Einsatzkräfte, seien es die Feuerwehren, DRK, ASB oder das Technische Hilfswerk, wären diese Investitionen jedoch nutzlos.“

„Der Landkreis wird weiter in das Ehrenamt investieren“, erläuterte Eike Schröter vom Ordnungsamt. Momentan sei man in der Phase, weitere drei Fahrzeuge, einen Feldkochherd und Boote für die DLRG in Bad Liebenwerda sowie der DRK Wasserwacht in Falkenberg zu beschaffen. Vorbehaltlich jedoch von der Bewilligung der Fördergelder durch das Land. Ende 2018 oder Anfang 2019 könnte es bei entsprechendem Mittelfluss soweit sein, dass die Beschaffungsphase mit den Ausschreibungen beginnt.