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| 17:25 Uhr

Städtebauförderung in Finsterwalde
Neuer Chic in Leipziger Straße

Lars Weber und Frank Bettle im Innenhof des sanierten Gebäudekomplexes in der Leipziger Straße 44 in Finsterwalde. Drei Familien haben sich hier passgenau Wohneigentum geschaffen und Städtebau-Fördermittel in Anspruch nehmen können.
Lars Weber und Frank Bettle im Innenhof des sanierten Gebäudekomplexes in der Leipziger Straße 44 in Finsterwalde. Drei Familien haben sich hier passgenau Wohneigentum geschaffen und Städtebau-Fördermittel in Anspruch nehmen können. FOTO: Gabi Böttcher / LR
Finsterwalde. Finsterwalde präsentiert sanierte Straße und Effekte der Städtebauförderung für Gebäude schon am Freitag, 4. Mai. Kinder dürfen auf der Fahrbahn skaten und Roller fahren. Von Gabi Böttcher

„Ja. Städtebauförderprogramme sind ein Anreiz und wir haben die Möglichkeiten auf jeden Fall dankend angenommen“, blickt Frank Bettle im Innenhof des Gebäudeensembles in der Leipziger Straße 44 zurück. Lars Weber pflichtet ihm bei. Beide sind nicht nur Arbeitskollegen in der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“, sondern auch Partner eines 2011 fertiggestellten Bau- und Sanierungsvorhabens, in dessen Ergebnis drei Eigentumswohnungen entstanden sind. Moderner Wohnkomfort und erhaltenswerte Bausubstanz  der Vorfahren sind hier in eindrucksvoller Weise verbunden – bis hin zum gemeinsamen Innenhof dreier Familien. Die Architekten Judith Poller und Christian Trunte, die hier ihre spezifischen Kenntnisse einbringen konnten,  komplettieren die Bauherrengemeinschaft. Ein solches gemeinschaftliches Wohnprojekt umzusetzen, war für sie, die sich aus Cottbus kannten und in Finsterwalde willkommen fühlten,  Inspiration. Die Stadt und deren Sanierungspartner DSK (Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft, d. R.) hätten sie dabei unterstützt, merkt Lars Weber an. Dass sich seit der Fertigstellung ihres Hauses im Jahr 2011 in der Leipziger und der sich anschließenden Oskar-Kjellberg-Straße sehr viel mehr getan habe, freut sie. „Und die Leipziger Straße ist schön, so wie sie geworden ist“, sagt Frank Bettle. Der Lärm habe deutlich abgenommen.

Dass der bundesweite Tag der Städtebauförderung auch in der Sängerstadt mit vorzeigenswerten Ergebnissen gefeiert werden kann, dafür haben die drei Familien in der Leipziger Straße einen ganz eigenen, imposanten Akzent gesetzt.   Ganz von der Sorte, potenzielle, aber noch unentschlossene  Nachahmer auf den Geschmack zu bringen. Das meint Uwe Brenner von der DSK, der für solches Engagement, die Innenstadt von Finsterwalde weiter zu verschönen, eines der letzten in städtischem Eigentum befindlichen Grundstücke in der Leipziger Straße 22/24 ins Gespräch bringt. Für dieses werden am Freitag, 4. Mai,  jüngste Entwürfe der Architekten Judith Poller, Torsten Hensel und Clemens Habermann gezeigt.

Wenn an diesem Tag  um 14 Uhr am Moritzplatz zum Feiern und zum Informationsaustausch eingeladen wird, gibt es auch den nachträglichen offiziellen Banddurchschnitt für die  sanierte Leipziger Straße.  Die Finsterwalder Sänger liefern wie gewohnt eine zum Anlass passgerecht kreierte neue Strophe.

DSK-Projektleiter Uwe Brenner verspricht neben Musik und Angeboten für das leibliche Wohl  Informationen über geplante Vorhaben in der Leipziger und der Oskar-Kjellberg-Straße. Dazu werde man einen Rundgang  zu verschiedenen Stationen starten. Auch das in Finsterwalde als Magnolienhaus bekannte Gebäude sowie die sanierte, zuvor lange leerstehende Villa des ehemaligen Tuchfabrikanten  Richard Schäfer werden angesteuert.

Ein bisschen gedulden müssen sich Neugierige noch, was die detaillierten Vorhaben der Finsterwalder Wohnungsgenossenschaft für die Oskar-Kjellberg-Straße 3 angeht. „Die Pläne befinden sich noch im Endschliff. Wir wollen in der nächsten Woche den Bauantrag einreichen“, verrät Vorstand Gabriele Brungart. Eins sei jedoch klar: Die Genossenschaft werde in einem neu gebauten Mehrfamilienhaus ihr erstes Wohnangebot im Stadtzentrum schaffen.