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| 02:41 Uhr

Neue Leitung fürs Wasser

Der Schieber wird unterirdisch geöffnet. Jürgen Fuchs, Geschäftsführer der Stadtwerke Finsterwalde, und Bürgermeister Jörg Gampe machen den Weg des Rohwassers in die Anlagen des Wasserwerkes frei.
Der Schieber wird unterirdisch geöffnet. Jürgen Fuchs, Geschäftsführer der Stadtwerke Finsterwalde, und Bürgermeister Jörg Gampe machen den Weg des Rohwassers in die Anlagen des Wasserwerkes frei. FOTO: gb
Finsterwalde. Zwei Männer agieren ganz unspektakulär. Mittels einer eisernen Stange und noch dazu unterirdisch bringen sie das Rohwasser zum Durchfluss ins Wasserwerk Finsterwalde. Das ist der offizielle Endpunkt unter eine 2,7 Millionen-Euro-Investition in die neue Rohwasserleitung von der Wasserfassung bei Schönewalde. Gabi Böttcher

Wasser - das kostbarste Lebenselixier - wird in hiesigen Breitengraden als selbstverständlich vorrätig und jederzeit verfügbar betrachtet. Für eine auch künftig zuverlässige Wasserversorgung der Menschen in Finsterwalde, Pechhütte, Massen, Eichholz, Drößig, Betten, Ponnsdorf, Tanneberg und Gröbitz ist am Montagvormittag eine neue Rohwasserleitung offiziell in Betrieb genommen worden.

In vier Bauabschnitten ist seit dem Jahr 2008 das Werk vollbracht worden. Jürgen Fuchs, Geschäftsführer der Finsterwalder Stadtwerke GmbH, verweist auf die durch die Schützenhilfe des milden Winters vorfristige Fertigstellung des vierten Bauabschnittes vom Frankenaer Kreuz bis zur Wasserfassung Schönewalde auf den letzten drei Kilometern. Für diesen letzten Bauabschnitt waren von der Investitionsbank des Landes Brandenburg einmalig 350 000 Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt worden.

Wirtschaftlicher Vorteil der neuen Leitung ist die über 8, 7 Kilometer nahezu auf kürzestem Wege führende Verbindung zur Wasserfassung nach Schönewalde. Der Weg verläuft jetzt in Richtung Segelflugplatz zum Frankenaer Kreuz und dann in Richtung Schönewalde. Bislang führte die Trasse von Schönewalde über Münchhausen und das Ponnsdorfer Kreuz.

Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) würdigte die für Stadt und Umland so wichtige Investition in die Zukunft. Das alte Rohwasserleitungssystem war in einigen Abschnitten nahezu 60 Jahre alt. Zunehmend sorgten Rohrbrüche und undichte Stellen für Wasserverluste. Jetzt geht es mit der Sanierung technischer Anlagen im Wasserwerk weiter. Außerdem wird ein Rohwasserbehälter neu gebaut.

Zum Thema:
Von 1908 bis 1955 wurde das Grundwasser um das Wasserwerk in der Kirchhainer Straße in Finsterwalde als Rohwasser gewonnen, danach kam es aus der Gröbitzer Bauernheide. Seit Mitte der 1970er-Jahre fließt es aus einer neu errichteten Wasserfassung bei Schönewalde. 2008 erfolgte der Start für das Verlegen einer Rohrleitung mit 400 Millimeter Innendurchmesser auf neuer Trasse. Die Finsterwalder Bau-Union GmbH Sonnewalde führte die Arbeiten aus.