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Bahnstrecke Berlin-Dresden
Neue Brücke ersetzt zwei Bahnübergänge

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (Mitte) hat am Donnerstag zusammen mit den Bürgermeistern der Städte Doberlug-Kirchhain und Sonnewalde, Bodo Broszinski und Werner Busse, sowie weiteren Vertretern beider Städte, der Deutschen Bahn AG sowie Vertretern der beteiligten Bauunternehmen die neue Straßenüberführung zwischen Frankena und Schönewalde freigegeben.
Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (Mitte) hat am Donnerstag zusammen mit den Bürgermeistern der Städte Doberlug-Kirchhain und Sonnewalde, Bodo Broszinski und Werner Busse, sowie weiteren Vertretern beider Städte, der Deutschen Bahn AG sowie Vertretern der beteiligten Bauunternehmen die neue Straßenüberführung zwischen Frankena und Schönewalde freigegeben. FOTO: Torsten Hoffgaard
Frankena. Im Millionenprojekt zum Bahnstreckenausbau Berlin-Dresden ist am Donnerstag die neue Straßenüberführung zwischen Frankena und Schönewalde eingeweiht worden. Sie ersetzt die bisherigen zwei Bahnübergänge. Von Heike Lehmann

Bei Frankena ist am Donnerstag eine rund zwölf Meter lange Brücke über die Bahnstrecke Berlin-Dresden freigegeben worden. An der feierlichen Eröffnung haben neben Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) die Bürgermeister der Städte Doberlug-Kirchhain und Sonnewalde, Bodo Broszinski (FDP) und Werner Busse (CDU), sowie weitere Vertreter beider Städte, der Deutschen Bahn AG sowie Vertreter der beteiligten Bauunternehmen teilgenommen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises Elbe-Elster.

„Die Vorteile dieser Investition liegen klar auf der Hand: Die beiden Bahnübergänge in Frankena und Schönewalde entfallen. Die Bahnstrecke kann ab sofort ohne Wartezeiten an einer Schranke verkehrssicher überquert werden. Damit verbessern sich die Verkehrsverhältnisse bei uns im ländlichen Raum“, sagte Landrat Heinrich-Jaschinski. Darüber hinaus würden sich die Fahrzeiten mit der Bahn zu den Metropolen Berlin und Dresden verkürzen, wovon die Menschen in der Region profitierten. Die neue Straßenüberführung erschließt zudem die landwirtschaftlichen Nutzflächen westlich der Bahnstrecke und ergibt zusammen mit den Rampen einen Straßenneubau von 510 Metern. Darüber freut sich der Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft Frankena, Axel Schulze. Der Betrieb mit 28 Beschäftigten betreibt Milchvieh- und Mutter­kuhhaltung, Ackerbau und Energieproduktion aus Biogas und Fotovoltaik. „Ohne die Straßenüberführung wäre unser Landwirtschaftsunternehmen mit seinen 1300 Hektar durch die Bahnstrecke geteilt worden. Mit der neuen Brücke konnten für uns drastische Kostensteigerungen  abgewendet werden.“

Baubeginn für das umstrittene Brückenwerk war im Juni 2016. Zu entscheiden war, ob die zu schließenden Bahnübergänge mit Umfahrungen oder mit einer Brücke ersetzt werden sollten. Vor allem zugunsten der Agrarbetriebe ist die Brücke schließlich favorisiert worden. Streitpunkt waren aber auch  die Kosten, die letztlich auch in die Höhe geschnellt sind. Sollte die Brücke 2014 gemäß abgeschlossener Kreuzungsvereinbarung etwa 2,2 Millionen Euro kosten, stehen jetzt mehr als drei Millionen Euro zu Buche. Ein  Nachtrag zur Kreuzungsvereinbarung steht noch aus. Jeweils ein Drittel der Baukosten übernehmen laut Eisenbahnkreuzungsgesetz Bund, Bahn und die Stadt Doberlug-Kirchhain gemeinsam mit der Stadt Sonnewalde. Für Doberlug-Kirchhain hieße das rund 300 000 Euro. Das Land Brandenburg fördert den Anteil der beiden Städte entsprechend der jeweiligen Haushaltslage – für Sonnewalde mit 90 Prozent und für Doberlug-Kirchhain mit 75 Prozent.

Die Bahnübergänge wurden im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke Berlin–Dresden für Tempo 200 geschlossen. Ziel des Gesamtausbaus der Bahnstrecke Berlin–Dresden ist es, die Fahrzeit zwischen den Hauptbahnhöfen der sächsischen Landeshauptstadt und der deutschen Hauptstadt perspektivisch auf 80 Minuten zu verkürzen.