| 12:07 Uhr

Zurück nach Elbe-Elster
Heimkehrer-Initiative bei Festen

Die Rückkehrer-Initiative „Comeback Elbe-Elster“ mit Sven Guntermann, Sandra Spletzer und Anke Robert (v.l.) weiß Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) als Unterstützer an ihrer Seite.
Die Rückkehrer-Initiative „Comeback Elbe-Elster“ mit Sven Guntermann, Sandra Spletzer und Anke Robert (v.l.) weiß Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) als Unterstützer an ihrer Seite. FOTO: Gabi Böttcher / LR
Finsterwalde. Dank finanzieller und personeller Stärkung kann die Rückkehrer-Initiative „Comeback Elbe-Elster“ in diesem Jahr mehr Dampf machen. Die Präsenz bei großen Festen im Landkreis ist geplant. Von Gabi Böttcher

Nicht nur reden, sondern etwas tun. Sven Guntermann, Vorsitzender des Vereins „Generationen gehen gemeinsam“ in dessen Regie die Rückkehrer-Initiative „Comeback Elbe-Elster“ agiert, weiß Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) als Partner hinter sich. Dank seiner Unterstützung sei es in diesem Jahr möglich, stärker in den Landkreis hinein zu agieren, direkte Präsenz vor Ort zu zeigen.

Comeback-Koordinatorin Sandra Spletzer hat seit dem 1. November vorigen Jahres Anke Robert, ebenfalls eine Rückkehrerin, an ihrer Seite. Dies macht es möglich, stärker als bisher direkt in Kontakte zu den Kommunen zu treten. Bei großen Veranstaltungen wird Comeback Elbe-Elster mit einem eigenen Stand vertreten sein. Dies sind: Das Frühlingsfest in Elsterwerda, das Tierparkfest in Herzberg, das Brunnenfest in Bad Liebenwerda, der Moienmarkt in Schlieben, das Strandfest am Kiebitz, das Sängerfest in Finsterwalde, die Agreda in Elsterwerda, Weihnachtsmarkt und Rückkehrertag in Finsterwalde. Mit Doberlug-Kirchhain befinde man sich noch in der Abstimmung.

Es sei von Anfang an das Ziel gewesen, die Rückkehrer-Initiative über deren Gründungsort Finsterwalde hinaus für ganz Elbe-Elster zu aktivieren, betont Sven Guntermann. Christian Heinrich-Jaschinski geht mit dem Griff in seinen Verfügungsfonds mit gutem Beispiel voran und appelliert gleichzeitig an die kommunale Familie, eine stetige Finanzierung für Comeback zu sichern. „Das ist Wirtschaftsförderung. Die Akzeptanz muss größer werden“, wirbt er bei einem Besuch in der Willkommensagentur in der Kleinen Ringstraße am Freitag um weitere Unterstützer, auch aus Unternehmen. Und sei es mit einem kleinen, aber verlässlichen monatlichen Beitrag.

Auf ihrer Webseite und über soziale Medien bietet die Willkommensagentur Informationen über aktuelle Stellenanzeigen, freie Wohnungen und manches mehr, was Rückkehrwillige interessieren könnte.

Im Jahr 2015 zunächst als private Initiative von Heimkehrerin Stephanie Auras gegründet, hat Comeback Elbe-Elster inzwischen die brandenburgweite Koordination eines auf neun Akteure gewachsenen Netzwerkes inne. Unterstützung dafür kommt vom Land, bindet jedoch Kraft, die in und für Elbe-Elster aus eigenen Potenzialen gestärkt werden muss. Rückblickend kann Comeback auf mehr als 400 betreute Rückkehrwillige stolz sein. Es sei schwierig, genau auszumachen, wie viele von ihnen tatsächlich wieder in der alten Heimat angekommen sind. „Es sind etwa 60, von denen wir wissen“, so Sven Guntermann.

www.comeback-ee.de