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| 01:14 Uhr

Nehesdorfer Linde wird doch nicht gefällt

Finsterwalde.. Die altersschwache Dorflinde von Nehesdorf muss die Säge möglicherweise doch noch nicht fürchten. In dem Streit zwischen Stadt und Kreis um die Zukunft des über 200 Jahre alten Baumes will sich Alfons Sonntag, der Leiter des kreislichen Umweltamtes, dafür stark machen: „Die Linde kann erhalten bleiben.“


Im Elbe-Elster-Kreis gibt es über 600 Bäume, die als Naturdenkmal ausgewiesen sind. „Etliche von denen sind Ewigkranke und müssen mindestens zweimal im Jahr kontrolliert werden. Die Linde in Nehesdorf ist vergleichsweise noch gut erhalten“ , stellte Sonntag fest. Es lohne sich nach seiner Ansicht, Geld in den Baum zu stecken, um ihn weiter zu erhalten. In seinem Amt werde noch nach Varianten gesucht, wie man das Leben des Wahrzeichens von Nehesdorf, dem ältesten Finsterwalder Baum, weiter verlängern kann. Sonntag schlägt vor, „die Baumkrone mit einem Ring zu sichern“ . Notwendig sei allerdings, dass die Krone alle drei Jahre gestutzt werde - „sonst werden die Äste zu stark und brechen runter“ . Auch die Baumscheibe müsse locker bleiben und dürfe nicht von Autos festgeparkt werden. Das Umweltamt werde die notwenigen Sicherungsmaßnahmen festlegen und dann ausschreiben.
Im Zuge der Untersuchungen des alten Baumes kam noch ein anderes Problem zutage: Offensichtlich ist ungeklärt, wer der Eigentümer des Baumes ist - Sonntag schließt nicht aus: „Es könnte die Treuhand sein.“ (-db-)