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Nehesdorf hat ein neues Wahrzeichen

Bürgermeister Jörg Gampe, Schulleiter Bernd Holzendorf und die Firmenchefs Petra Kröger-Schumann und Lothar Schumann sowie Familienangehörige gießen die neue Kaiserlinde in Nehesdorf an. Foto: -db-
Bürgermeister Jörg Gampe, Schulleiter Bernd Holzendorf und die Firmenchefs Petra Kröger-Schumann und Lothar Schumann sowie Familienangehörige gießen die neue Kaiserlinde in Nehesdorf an. Foto: -db- FOTO: -db-
Finsterwalde. Der Finsterwalder Ortsteil Nehesdorf hat jetzt ein neues Wahrzeichen. Am Wochenende ist auf dem Dorfplatz bei den Mühlensteinen eine junge Kaiserlinde gepflanzt worden. -db-

Die Linde ist ein Geschenk an die Nehesdorfer Grundschule, die im nächsten Jahr 100 Jahre alt wird.

Organisiert hatte die Pflanzaktion der Verein Heimatstube Nehesdorf, nachdem die vermutlich 500 Jahre alte Linde vor der Schmiede, die bereits hohl, am Fuß verfault und morsch und nicht mehr standsicher ist, im Frühjahr kaum noch neue Triebe bekam und drohte abzusterben. Daraufhin hat der Heimatverein um Wolfgang Jabin nach Sponsoren für einen neuen Baum gesucht - und gefunden. Petra Kröger-Schumann und ihr Mann Lothar, sie ist Inhaber eines Sanitätshauses und er einer Hausmeisterfirma, spendierten nicht nur die junge Linde, sondern pflanzten sie auch. Beide seien "echte Nehesdorfer", die hier ihre Kindheit und Jugend verbracht hatten und auch in die Schule gegangen seien. Ihre Mutter habe zudem 20 Jahre lang die einstige LPG-Gaststätte geleitet, vor der heute der neue Baum steht, begründete Petra Kröger-Schumann das Engagement der Familie für die Baumpflanzaktion.

Die neue Linde weise in die Zukunft von Nehesdorf und sei beispielgebend Ausdruck dafür, wie sich Bürger um das Gemeinwohl im Ortsteil kümmerten, würdigte Bürgermeister Jörg Gampe vor zahlreichen Besuchern, die Augenzeuge der Pflanzaktion und zu den Veranstaltungen "88 Jahre Feuerwehr Nehesdorf" gekommen waren. Auch Schulleiter Bernd Holzendorf dankte für die neue Linde als Geschenk an die Schule. Das 100-jährige Jubiläum der Schule, für die am 13. Mai 1912 der Grundstein gelegt und die am 5. Februar 1913 feierlich eingeweiht wurde, soll im kommenden Jahr gefeiert werden, kündigte der Schulleiter an. Er goss gemeinsam mit dem Bürgermeister und der Familie Kröger-Schumann das neue Wahrzeichen von Nehesdorf an. Am Ende stiegen mehr als 150 Tauben der Reisevereinigung Finsterwalde in die Luft.

Währenddessen sei der älteste Baum von Finsterwalde für ihn noch längst nicht abgeschrieben, erklärt Manfred Rautenstrauch. "Die Linde könnte über die jungen Triebe in der Krone Wurzeln neu ausbilden und sich so verjüngen, wie das zum Beispiel bei der Linde in Göllnitz geschehen ist", sagt der langjährige frühere Stadtgärtner. "Die alte Linde von Nehesdorf überlebt uns noch alle", behauptet Manfred Rautenstrauch.