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| 18:27 Uhr

Naturparkfest in Sorno
Und jetzt hat Sorno Bock auf mehr

An der Fahrrad-Kunst-Aktion haben sich 75 Grundstücke beteiligt. Die ersten Plätze gingen an die Familie von Janine Weiland für das Birkenmännchen (Platz 1, Mitte), an die Familie von Christina Lademann für den Fahrrad-Baum-Unfall (Platz 2, l.) und an die Familie von Andrea Romey für das Strohfahrrad (Platz 3, r.).
An der Fahrrad-Kunst-Aktion haben sich 75 Grundstücke beteiligt. Die ersten Plätze gingen an die Familie von Janine Weiland für das Birkenmännchen (Platz 1, Mitte), an die Familie von Christina Lademann für den Fahrrad-Baum-Unfall (Platz 2, l.) und an die Familie von Andrea Romey für das Strohfahrrad (Platz 3, r.). FOTO: Veit Rösler
Sorno. Naturparkfest belebt mit Schmackes alte Traditionen. Kraupa geht jetzt in die Vorbereitungen für 2019. Von Veit Rösler

Hier ticken die Uhren noch anders! Wer am Wochenende das Naturparkfest in Sorno besucht hat, dem war schnell klar: Hier versteht man zu feiern. Ob privater Geburtstag oder große Familienfeiern, ob Zampern, Fastnacht oder Halloween: Sornoer Feiern werden lang und ausgiebig zelebriert. Alte Traditionen werden am Leben erhalten oder wieder zum Leben erweckt. „Vor mehr als 60 Jahren haben die Dorffeste in Sorno noch regelmäßig auf dem Dorfanger in unmittelbarer Nähe der Kirche stattgefunden. Durch das  Dorf- und Naturparkfest in diesem Jahr haben wir gesehen, wie schön ein Fest in dieser Kulisse sein kann. Viele Einwohner haben bereits vorgeschlagen, zukünftige Feste in Sorno wieder hier zu veranstalten“, meint Ortsvorsteher Marco Bergmann. Früher fanden hier sogar Pferdesportveranstaltungen, wie zum Beispiel ein Kranzreiten statt. Weil es nicht mehr genügend Pferde im Ort gibt, ist daraus heute unter ähnlichen Bedingungen ein „Kranzfahren“ mit Fahrrädern entstanden. Schon der Freitagabend lockte viele Besucher in das Festzelt unter der Dorfkirche zu mehreren Mini- Konzerten der Kreismusikschule Gebrüder Graun. Die einzigartige Kirche von Sorno war nicht nur Austragungsort für zwei Fotoausstellungen und den Festgottesdienst, sie war am Samstagvormittag Treff- und Startpunkt für die geführte Radwanderung durch Touristenführer Harald Schneider aus Staupitz zum Naturparadies Grünhaus und dessen Heidesee. Ende Mai wurde hier in der Seeteichsenke ein Panoramaweg öffentlich gemacht. Susan Schüler war in der unmittelbaren Ortslage für den geschichtlichen Teil des heutigen Finsterwalder Ortsteiles zuständig. Gleich neben der Feuerwehr haben die 82jährige Regina Richter mit Tochter Kornelia Peinicke zusammen mit den Sportfrauen im alten Dorfkonsum eine Geschichtsausstellung aufgebaut. Im Jahre 1346 unter Regie der Dobrilugker Zisterziensermönche erstmals erwähnt, wurde hier nachhaltig auf den umliegenden Flächen Land- und Forstwirtschaft betrieben. Diese macht den Ort heute zu einem Teil des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft. In den Jahren 2016 und 2017 hat sich Sorno als Naturparkgemeinde beworben. Im vergangenen Jahr bekam die Bewerbung den Zuschlag. Etwa 25 Einwohner haben sich intensiv an den Vorbereitungen beteiligt. Mit dabei die Feuerwehr, der Sportverein, der Frauensportverein, Firmen und viele Einzelpersonen. Viele halfen sporadisch. „Jeder der sich als Sornschner fühlt, ob jung, ob alt, hat mitgemacht“, so Ortsvorsteher Marco Bergmann. Allein an der Fahrrad-Kunst-Aktion haben sich 75 Grundstücke beteiligt. Die ersten Plätze dieser allseits mit sehr viel Kreativität umgesetzten Aktivität gingen übrigens an die Familie von Janine Weiland für das Birkenmännchen mit der Nr. 66 , an die Familie von Christina Lademann für die Nr. 63 und an die Familie von Romey Andrea für das Strohfahrrad mit der Nr. 55. Bei den Vorbereitungen ganz klar mit im Boot, der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Von hier gab es nicht nur finanzielle Unterstützung. Bis zu zwölf Mitarbeiter der Verwaltung, vom Auerhuhn- Projekt und von der Naturwacht waren vor Ort bei den Vorbereitungen und der Durchführung des Festes mit eingebunden.  Ein fünfstelliger Betrag aus unterschiedlichsten Fördertöpfen, insbesondere aus dem Haushalt der Stadt Finsterwalde, wurde dabei in die Veranstaltung investiert. 

Als Höhepunkt eines jeden Naturparkfestes wurde auch diesmal die Naturparkgemeinde bekannt gegeben. Es ist Kraupa. Elsterwerdas Ortsteil hatte sich herausragend der Jury präsentiert.

Wem es drei Mal gelingt, Naturparkgemeinde zu werden, der kann diesen Titel dauerhaft in Anspruch nehmen. Auch Sorno stünde für eine erneute Kandidatur bereit, ist schon mal von Ortsvorsteher Marco Bergmann zu erfahren. In wenigen Tagen werde sicher auch diese Perspektive Thema bei der Nachbetrachtung und der Endauswertung mit dem Organisationskomitee sein, so Bergmann.

Die Finsterwalder Sänger singen ein Ständchen auf einen guten Wein - hier am Stand von Weinbauer Gunter Schurig aus Lausitz.
Die Finsterwalder Sänger singen ein Ständchen auf einen guten Wein - hier am Stand von Weinbauer Gunter Schurig aus Lausitz. FOTO: Veit Rösler
Die 82jährige Regina Richter hat mit Tochter Kornelia Peinicke und den Sportfrauen im alten Dorfkonsum eine Geschichtssausstellung aufgebaut.
Die 82jährige Regina Richter hat mit Tochter Kornelia Peinicke und den Sportfrauen im alten Dorfkonsum eine Geschichtssausstellung aufgebaut. FOTO: Veit Rösler
Finsterwaldes Stadtteil Sorno übergibt den Staffelstab für das nächste Naturparkfest an Elsterwerdas Stadtteil Kraupa im Beisein der Bürgermeister, des Landrates und tatkräftiger Mitstreiter aus beiden Orten.    
Finsterwaldes Stadtteil Sorno übergibt den Staffelstab für das nächste Naturparkfest an Elsterwerdas Stadtteil Kraupa im Beisein der Bürgermeister, des Landrates und tatkräftiger Mitstreiter aus beiden Orten.    FOTO: Veit Rösler