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| 02:40 Uhr

Name des Sonntags: Reminiszere

Freud und Leid liegen oft nah beieinander. Ein Sinnspruch, der die Wechselhaftigkeit des Lebens treffend beschreibt. *Regionalbischof von Halle und Wittenberg

So sehr wir uns auch wünschen, dass es uns und unseren Lieben immer und in jeder Hinsicht gut gehen möge - erfüllen lässt sich dieser Wunsch nicht. Am Karfreitag enden unsere Illusionen von einem Leben ohne Leiden. Auch die Nachrichten dieser Tage hinterlassen uns oft ohnmächtig, sprachlos und im Gefühl, verlassen zu sein.

Jesus von Nazareth betet klagend am Kreuz: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Klagen ist erlaubt und es hilft. Es befreit uns aus der Starre des Zuschauens, der Hilflosigkeit und der Verzweiflung. Nach dem Klagen kehrt Ruhe ein - bis zum Sonnenaufgang des Ostermorgens. Dann feiern Christen überall auf der Welt Ostern als Fest von Tod und Auferstehung Jesu Christi. Die Auferstehung Jesu Christi hat Leiden und Tod ihre Endgültigkeit genommen. In dieser Freude und Hoffnung leben Christenmenschen weltweit und schöpfen daraus Kraft und Trost im Leid. Zu schön, um wahr zu sein? Ostern ist das Fest der Freude und des Leids, die ganz nah beieinanderliegen - unglaublich aber wahr!