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Näher zusammenrücken – auch zwischen den Sängerfesten

Katrin Gröbe, seit 2013 Vorsitzende vom Sängerfestverein.
Katrin Gröbe, seit 2013 Vorsitzende vom Sängerfestverein. FOTO: leh
Finsterwalde. Hinter dem Sängerfestverein liegt ein anstrengendes, aber auch erfolgreiches Jahr. Höhepunkt war im Dezember die Ehrung als Brandenburger "Verein des Jahres" durch den Ostdeutschen Sparkassenverband und die Super-Illu.

Die RUNDSCHAU sprach mit der Vereinsvorsitzenden Katrin Gröbe.

Wie würden Sie 2016 beschreiben?
Außergewöhnlich, anstrengend und erfolgreich zugleich. Die Vorbereitung eines Sängerfestes - größtes musikalisches Volksfest in Südbrandenburg - ist immer sehr anstrengend. Dazu kam diesmal die Umgestaltung des Festgeländes wegen vieler Baumaßnahmen in der Stadt. Das bot aber auch die Chance für Veränderungen.

Die ja durchaus positiv aufgenommen wurden. Was wird davon 2018 wieder aufgegriffen?
2018 werden wir natürlich wieder eine Sparkassenbühne in der Berliner Straße haben. Aber vielleicht dennoch eine Bühne in der Brandenburger Straße, sicher kleiner und dichter am Veranstaltungsgelände als 2016.

Wie war die Resonanz auf das Fest im vergangenen Jahr?
Ich habe persönliche, handgeschriebene Briefe von Besuchern bekommen, mit denen sie ihren Dank ausgedrückt haben. Das habe ich zuvor noch nicht erlebt. Außerdem kamen ganz viel positive E-Mails an. Auch finanziell ist für uns alles gut gelaufen. Ich habe die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung als sehr angenehm empfunden. Wir sind der Sparkasse Elbe-Elster dankbar, und wir wissen seit Jahren viele Firmen an unserer Seite und natürlich die Bürger.

Sie sind "Verein des Jahres" in Brandenburg. Was bedeutet Ihnen der Titel?
Ich empfinde schon die Nominierung als Dankeschön und Anerkennung für unsere Arbeit. Es ist schön, dass das Ehrenamt so Beachtung findet. Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die, ohne Geld damit zu verdienen, Aufgaben übernehmen - vom Kulturverein bis hin zum Trainer. Wir hatten zwar mit der Erarbeitung unserer Präsentation noch einmal Anstrengung, aber bei der Auszeichnung in Potsdam haben wir uns sehr geehrt gefühlt. Es war ein sehr schöner Tag.

Der Verein hat sich verjüngt?
Etliche neue Mitglieder sind aktiv eingestiegen. Dazu gehören Susann Thor-Böhm, Susanne Fritsche, Maximilian Döring und Theresa Hauser. Wir haben eine neue Internetseite, um die sich Maik Schirm kümmert. Aber auch die erfahrenen Mitglieder sind wichtig.

2017 ist ein Jahr ohne Sängerfest - auch für Sie?
Wir gönnen uns Zeit zum Durchatmen - ich denke dennoch jeden Tag dran. Spätestens im Herbst werden wir, denke ich, erste Highlights engagieren und Verträge unterzeichnen.

Was wünschen Sie sich für 2017?
Dass alle mehr zusammenrücken, auch zwischen den Sängerfestjahren. Wir sollten heimatbezogener werden und schätzen, was wir haben und so handeln. Hier einkaufen, hier Dienstleistungen in Anspruch nehmen, das hilft der Region. Das ist für mich Heimat.

Mit Katrin Gröbe

sprach Heike Lehmann.