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| 01:01 Uhr

Nach dem Brand in Frankena: „Viele wollen uns helfen“

Frankena.. Auch gestern waren Tannebergers in der Münchhausener Straße in Frankena noch dabei, den Riesenschock vom Vortag zu verdauen: Am frühen Nachmittag spürte Nadine Tanneberger, dass im Haus etwas passiert sein musste. Die elektrischen Sicherungen gingen kaputt, der Strom war plötzlich weg. Als sie die Wohnungstür öffnete stand bereits dicker Qualm im Flur: Am Haus stand die angebaute Sommerküche in Flammen – RUNDSCHAU berichtete gestern. Dieter Babbe


Im allerletzten Moment konnten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen verhindern. Die große Hitze hatte die Scheiben zum Flur bereits zerplatzen lassen. Der stickige Rauch zog sich so durch das Wohnhaus. „Die alte starke Haustür konnte das Feuer noch abhalten - aber länger hätte es nicht dauern dürfen, dann wären die Flammen auf das Haus übergegangen“ , ist sich René Tanneberger sicher. Währenddessen ist das umfangreiche Inventar der gesamten Sommerküche, die Nadine und René Tanneberger früher mal als Wohnung diente, völlig verbrannt. Nicht ein einziges Möbelstück ist noch zu gebrauchen - auch die elektrischen Geräte nicht, die durch einen Defekt den Brand auslösten. Dennoch sind sie glücklich, dass ihre beiden Kinder und die Oma mit dem Schrecken davon gekommen sind. Beiden fiel gestern ein Stein vom Herzen - als sie in der verwüsteten Sommerküche standen. Und sie freuen sich: „Viele wollen uns helfen - die Nachbarn, die Bekannten, auch die Feuerwehrleute haben angekündigt, dass sie zum Aufräumen kommen werden.“ Gestern war gleich die Versicherung vor Ort, hat den Schaden besichtigt, aufgenommen und hat schnelle Hilfe zugesagt.
Auch der gestern noch unbekannte Helfer, der durch die brennende Sommerküche ins Haus gelangte und die kranke Oma durch das Fenster hievte und damit in Sicherheit brachte, ist jetzt nach RUNDSCHAU-Recherchen ermittelt: Dieter Mattuschka aus Schönewalde. „Ich war auf dem Wege nach Frankena, wollte meinen Traktor in die Werkstatt bringen - da sehe ich plötzlich eine schwarze Rauchwolke. Da kann was nicht in Ordnung sein. Hier gibt es sicher was zu helfen“ , war dem langjährigen Feuerwehrmann, der die Schönewalder Wehr 21 Jahre lang leitete, sofort klar - als er erfuhr, dass Menschen in dem Gebäude sind und hier in Lebensgefahr schweben.