Von Heike Lehmann

Unter dem Titel „Museum mal vier“ bieten die vier Einrichtungen des Museumsverbunds Elbe-Elster am 25. Oktober ein abwechslungsreiches Veranstaltungspaket, das vom barocken Spielspaß über einen musikalischen Dachbodenfund bis hin zur nächtlichen Turmbesteigung und einen Ausflug in die Weite der Mongolei führt.

Unter fachkundiger Anleitung von Herzog Christian von Sachsen-Merseburg können Kinder und Erwachsene im Museum Schloss Doberlug am Freitag, 25. Oktober, ab 10.30 Uhr barocke Spiele ausprobieren. Wer, wenn nicht Herzog von Sachsen-Merseburg, kann diese Spiele am besten erklären und so manchen Trick verraten. Nebenbei plaudert er über seine Kindheit und Jugend, die so ganz anders als die heutiger Teenager war. Bei entsprechender Nachfrage gibt es die Möglichkeit, zwei Teams zu bilden, die gegeneinander spielen. Die beste Mannschaft bekommt einen Preis.

Für Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene. Um Voranmeldung unter Telefon 03 53 22 / 688 85 20 wird gebeten. Eintritt: drei bis fünf Euro.

Im Sänger- und Kaufmannsmuseum Finsterwalde entdecken Jan Schönberg und Mirko Warnatz von der Neuen Bühne Senftenberg am Freitag, 25. Oktober, um 19 Uhr musikalische Schätze auf einem Dachboden. Die Wohnungsauflösung des stadtbekannten Geschichts- und Literaturprofessors Blasewitz lässt die Arbeitsfreunde Eddie und Kalle in Erinnerungen schwelgen. Sie wurden als Gehilfen der Stadtreinigung beauftragt, Blasewitz’ Dachboden auszuräumen. Dabei stoßen sie auf das spannende Sammelsurium eines weltoffenen, sozialen und gebildeten Menschen. Die Fundstücke bringen sie dazu, über ihr eigenes Leben nachzudenken. Sie bemerken, dass es ihnen gut ging und immer noch geht. Sie haben viel erreicht, leider auch viel verpeilt. Aber das macht nichts, denn so ist das Leben und sie haben Spaß an ihrem. Sie sind glücklich, wenn sie zusammen in der Kneipe sitzen, wenn sie Musik hören und mitsingen können. Eddie und Kalle begeben sich auf eine turbulente Lebensreise, angeregt von der Hinterlassenschaft eines weisen, alten Professors. Die beiden Freunde werden von den begeisterten Musikern Jan Schönberg und Mirko Warnatz charakterisiert. Beide haben Lieder aus ihrem Leben zusammengetragen, um sie über die Figuren Eddie und Kalle neu zu erzählen, sie auf ihre Art zu arrangieren. Sie gehen auf eine sachliche Romanze ein, angeln mit Keimzeit an der Donau und bezwingen mit Gerhard Schöne den Ozean. Sie haben – wie Herbert Grönemeyer – Schwierigkeiten, einen Parkplatz zu finden, wollen genau wie Rio Reiser „nicht wie ihr Vater werden“ und schließlich begreifen sie, dass Freddy Quinn Recht hatte: „So schön, schön war die Zeit“.

Eintritt: zehn bis zwölf Euro. Um Voranmeldung unter Telefon 035 31/307 83 oder kreismuseumfinsterwalde@lkee.de wird gebeten.

Der Bad Liebenwerdaer Lubwartturm gehört zu den imposantesten und ältesten Bauwerken Mitteldeutschlands. Er ist Wahrzeichen des Landesausbaus im frühen
13. Jahrhundert – der Zeit, in der unsere Dörfer und Städte gegründet wurden. Die Führungen des Mitteldeutschen Marionettentheatermuseums vermitteln altersgerecht Heimat ebenso wie die Baugeschichte des Turms.

Kinderführung um 19 Uhr, Erwachsenenführung um 21 Uhr. Nur nach Voranmeldung unter Telefon 03 53 41/124 55 oder kreismuseumbadliebenwerda@lkee.de. Eintritt: drei bis fünf Euro.

Aus organisatorischen Gründen findet die Veranstaltung im Museum „Mühlberg 1547“ erst am 1. November um 19 Uhr statt.

Ein Jahr, 19 Länder, eine Familie, zwei Hunde und ein altes Auto: Eine Familie beschließt, für ein Jahr zu reisen – langsam, bewusst und selbstbestimmt. Ihr Ziel war die Mongolei mit ihrer Weite, Stille und Kultur. Sie schliefen nie in Hotels, sondern lebten in ihrem umgebauten Lkw, der roten Berta. Insgesamt bereisten sie 19 Länder, erlebten dabei Gastfreundschaft, Menschlichkeit und erlebten eine große Nähe zu den Menschen.

Um Voranmeldung unter Telefon 03 53 42/83 70 02 wird gebeten. Eintritt: vier bis sechs Euro.