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Mit viel Einsatz und Liebe zum Detail

Der Festumzug war ein Höhepunkt des Festwochenendes. Beinahe 130 Teilnehmer haben ihn abwechslungsreich gestaltet.
Der Festumzug war ein Höhepunkt des Festwochenendes. Beinahe 130 Teilnehmer haben ihn abwechslungsreich gestaltet. FOTO: Silvia Dedek/sdk1
Friedersdorf. Lange ist es her, dass nach der Gründung ihres Klosters in Dobrilugk die Mönche mit der Erkundung der umliegenden Ländereien begannen und neue Gemeinden gründeten. So geschah es auch im heutigen Friedersdorf, welches in diesem Zusammenhang 1217 als "Friderichsdorf" seine erste urkundliche Erwähnung fand. Silvia Dedek / sdk1

Grund genug also, den 800. Geburtstag des Ortes in diesem Jahr gebührend zu feiern.

Um dem Fest einen ansprechenden Rahmen zu geben, rauchten beim Organisationskomitee rund um Jana Herrmann bereits seit 2016 die Köpfe. Es galt immerhin, die Ideen von 10 bis 15 Personen unter einen Hut zu bringen, die Finanzen gut zu kalkulieren und am Ende ein stimmiges Gesamtkonzept auf die Beine zu stellen, dass dem Anlass gerecht wurde. "In unserem Ort halten alle Vereine gut zusammen", lobte Ortsvorsteher Gerold Schwuttke das Engagement aller Gruppen in der Vorbereitungsphase. Doch nicht nur die einzelnen Vereine waren in die Vorbereitung involviert. "Wir haben ca. 350 Einwohner. Ich schätze knapp 100 Friedersdorfer Helfer haben hier allein beim Aufbauen für das Fest mitgeholfen", so Schwuttke.

Der Zusammenhalt ist auch laut Ilse Eichendorf das hervorstechendste Merkmal der Friedersdorfer. Sie selbst hat sich als Vertreterin des Frauenvereins bei der Planung und Organisation des Jubiläums eingebracht und sagt: "In Friedersdorf rücken die Leute enger zusammen. Es ist wichtig, dass es funktionierende Vereine gibt." Eine Einschätzung, die auch Jana Herrmann teilt. Die frischgebackene Mutti, die in Friedersdorf aufgewachsen ist und nach ihrem Studium in den Ort zurückkehrte, hatte im Organisationskomitee den sprichwörtlichen Hut auf. "Als meine Tochter im Mai geboren wurde, waren wir gerade mit der Organisation der Bühne beschäftigt", erinnert sie sich schmunzelnd. So viel Liebe zum Detail in der Vorbereitung hat sich gelohnt und ist beim Jubiläum überall spürbar.

Der Festumzug am Samstag, als ein Höhepunkt des Festwochenendes, wurde von knapp 130 Teilnehmern abwechslungsreich gestaltet. Kommentiert und moderiert von Harald Risse aus Gruhno erfuhren die Besucher so nicht nur etwas über die ortsansässigen Vereine und Gruppen, sondern auch über ihre Geschichte.

Peter Krüger war selbst von 1965 bis 1981 Pfarrer in Friedersdorf und hat sogar im Ort geheiratet, wie seine Frau stolz erzählt. Der 800. Geburtstag des Ortes bot für ihn einen willkommenen Anlass, seine alte Wirkungsstätte wieder aufzusuchen. "Man spürt, dass noch vieles so ist, wie zu meiner Zeit. Das Engagement der Leute ist sehr groß", spricht er den Friedersdorfern ein Lob aus. Diese feierten ihr Jubiläum ein ganzes Wochenende lang, wobei das abwechslungsreiche Programm für alle Altersgruppen Höhepunkte bereithielt.