| 18:16 Uhr

Konzert
Mit Sternheim raus aus dem Alltag

Die Band Sternheim spielt am 30. Oktober in Alt Nauendorf.
Die Band Sternheim spielt am 30. Oktober in Alt Nauendorf. FOTO: Sternheim
Finsterwalde. Finsterwalder Band spielt eigene, deutschsprachige, melodisch-rockige Titel. rok

Was kann man tun, wenn man Musik mit Leidenschaft, aber nicht länger nur für sich betreiben will? Man kann sich zum Beispiel einer Band anschließen, oder aber eine eigene gründen. So entstand auch, über ein paar kleinere Umwege, die Finsterwalder Formation Sternheim, in der vier Herren und eine Dame aus Kreativität Lieder entstehen lassen.

Der einzelnen Dame - Conny Brückner - ist die Existenz von Sternheim zu verdanken. „Bei der Silvesterfeier 2013 habe ich festgelegt: Jetzt wird wieder Musik gemacht“, erinnert sich die 46-Jährige.

Das sollte heißen: Conny Brückner, die bis 2011 in der Frauenband „Spätgeburt“ gesungen hatte, und ihre musikalischen Freunde wollten nicht länger ihr Solo-Dasein fristen.

Tatsächlich wurde schon ab dem folgenden Neujahrstag regelmäßig in Conny Brückners Wohnung geprobt. Mit geborgtem Equipment und mit viel Tatendrang.

Zunächst gab sich die Band den Namen „Tellerberg“. Auf der künstlich entstandenen Erhebung in der Bürgerheide fand auch ihr erstes Konzert statt. Handgemacht und ohne Technik.

Mit der Zeit wechselte die Bandbesetzung. Seit März dieses Jahres steht die aktuelle Besetzung nebst dem aktuellen Bandnamen. Neben Conny Brückner gehören noch Frank Ludwig, Bernd Müller, Lutz Hartmann und Christian Sommer zu Sternheim.

Das musikalische Verständnis der fünf Musiker basiert auf deutschsprachiger Musik mit eigenen Titeln. Texte und Kompositionen stammen von Conny Brückner. So spontan wie ihre Silvesteridee war, so spontan entstehen auch ihre Lieder. „Wenn ich eine Idee habe, kann der Rest sehr schnell gehen. Es fließt dann und ich muss es nur noch aufschreiben“, sagt sie.

Dabei will sich Conny Brückner keinesfalls als Alleinunterhalterin verstanden wissen. Das fertige Lied entsteht erst unter Mitwirkung aller Bandmitglieder, bei den Proben oder manchmal erst beim Auftritt. Conny Brückner: „Das hat uns stark gemacht. Wir haben uns über die Musik gefunden.“

Sternheim-Titel sollen unverwechselbar sein. Melodisch rockig, mit Texten, die Alltägliches ranzoomen und so Liebe und Sehnsucht, Umwelt und Gesellschaft auf eigene Weise beleuchten. So entstanden Titel wie „Kleeblatt“, „Entschleunigung“ oder „Alles wird gut“.

„Wir wollen die Leute berühren und sie aus dem Alltag rausholen“, beschreibt Conny Brückner das musikalische Anliegen von Sternheim.

Den Leuten gefällt das, auch wenn Sternheim die  Grenze zur Unterhaltungsmusik nur selten überschreitet. Das wäre aber nicht in Stein gemeißelt, versichern die Bandmitglieder, die sich jetzt noch stärker ihrem Publikum präsentieren möchten. Schließlich ist die Sternheim-Musik nicht nur für den Proberaum gemacht.

Apropos Proberaum: Wer Sternheim unterstützen möchte – die Band sucht noch geeignete Räumlichkeiten.

Sternheim-Mitglieder:

Conny Brückner, 46, Gesang. Gitarre, hat das musikalische Talent vom Großvater, der auch schon in einer Band gesungen und Geige gespielt hat, hat in einem Jugendgospelchor gesungen, Gitarre im Selbststudium und später Musikschulunterricht

Frank Ludwig, 55, E-Gitarre, kam über den Fund einer Gitarre im Sperrmüll zur Musik, spielte in den 90er-Jahren in einer Nachwuchs-Reggaeband,

Bernd Müller, 55, Schlagzeug, kam auch über die Kirche zur Musik,  spielte zunächst Gitarre und wechselte dann zum Schlagzeug

Lutz Hartmann, 50, Saxophon und Knopfakkordeon, hat die musikalische Ader vom Großvater geerbt, vor 15 Jahren Wiedereinstieg in die Musik, um sie seiner Tochter näher zu bringen

Christian Sommer, 37, Bass, hörte sich gern Jimmy Hendrix-Scheiben an, begann mit E-Gitarre und wechselte dann zum Bass

Konzert-Termine

30. Oktober, 20 Uhr, Alt-Nauendorf und 17. November, 20 Uhr, Hainschänke