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Mit Spitzen-Abschluss ins Rathaus

Bürgermeister Bodo Broszinski gratuliert Sandra Freigang zum 1,2-Abschluss. Sie verstärkt jetzt das Rathaus-Team im Ordnungsamt. Neuer Azubi ist Jessica Steinke (hinten).
Bürgermeister Bodo Broszinski gratuliert Sandra Freigang zum 1,2-Abschluss. Sie verstärkt jetzt das Rathaus-Team im Ordnungsamt. Neuer Azubi ist Jessica Steinke (hinten). FOTO: Heike Lehmann
Doberlug-Kirchhain. Sandra Freigang hat ihr erstes berufliches Ziel erreicht. Seit wenigen Tagen arbeitet die junge Verwaltungsfachangestellte im Ordnungsamt der Stadt Doberlug-Kirchhain. Heike Lehmann

Die 23-Jährige aus Körba ist dort Sachbearbeiterin für Ordnung und Sicherheit. Büroarbeit, Bürgerbeschwerden wie beispielsweise zur Lärmbelästigung oder Kostenberechnungen für die Feuerwehr beschäftigten sie in ihren ersten Berufstagen.

Sandra Freigang kennt die Stadtverwaltung Doberlug-Kirchhain und deren Mitarbeiter gut. Drei Jahre hat sie dort ihre praktische Ausbildung absolviert - "sehr wissbegierig, unauffällig und selbstständig", wie ihr Chef, Bürgermeister Bodo Broszinski, betont. Auch außerhalb der eigentlichen Ausbildung, bei Höhepunkten der Stadt, habe sie geholfen. "Mit immer weniger Mitarbeitern ein größeres Aufgabenfeld abzudecken, erfordert viel Flexibilität und Engagement", so der Rathauschef. Da werden Leute wie Sandra Freigang gebraucht.

Zeitgleich erlebt Jessica Steinke aus Schilda nach einem Übergangsjahr am Oberstufenzentrum Elbe-Elster und einem Praktikum bei der Stadtverwaltung Doberlug-Kirchhain ihre ersten Tage im Rathaus. Sie ist der neue Azubi und startet wie ihre Vorgänger im Bürgermeisteramt. Und mit dem Blick auf die Personalstruktur ist die Ausschreibung für die nächste Azubistelle ab 2018 bereits in Vorbereitung.

Drei Jahre lang hat Sandra Freigang das Einmaleins, das ein Verwaltungsfachwirt braucht, in sich aufgesogen. Die Theorie wurde ihr beim Oberstufenzentrum in Elsterwerda vermittelt. Ihr Fleiß und ihr Engagement haben sich am Ende ausgezahlt. Sandra hat mit einem Durchschnitt von 1,2 den besten Abschluss aller EE-Azubis am Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung geschafft. Ihr Zeugnis und die Prüfungsergebnisse weisen fast nur Einsen aus. In ganz Südbrandenburg gehört sie zu den fünf Jahrgangsbesten. "Das unterstreicht, dass die Verwaltung auch eine gute Arbeit in der Ausbildung leistet", betont das Stadtoberhaupt. "Ich wollte unbedingt in die öffentliche Verwaltung auf kommunaler Ebene", versichert Sandra Freigang und sie habe diese Entscheidung nicht bereut. "Ich habe in allen Fachbereichen ständig Unterstützung von den Mitarbeitern bekommen." Und sie sagt auch: "Ich bin sehr heimatverbunden. Deshalb habe ich das Jobangebot hier gern angenommen."

Auch das mit dem Ordnungsamt passt. "Hier hat man viele Kontakte mit den Bürgern. Das ist abwechslungsreich, wird nie langweilig", hat sie bisher erfahren.

Mit dem Spitzen-Zeugnis könnte Sandra Freigang in den Genuss der Begabtenförderung vom Land Brandenburg kommen. Das hieße bis zu 80 Prozent Förderung für eine Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt, Voraussetzung für den gehobenen Verwaltungsdienst. Das würde ihr auch die Türen zu einem Studium öffnen.