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| 12:29 Uhr

Reizvoll gestaltete Arbeiten
Mit Perlen und Papier durch den Atelierhof-Sommer

Glasperlenstelen von Ute Wennrich (3. von rechts) und Papierarbeiten von Heike Berl (4. von rechts) stellt Dr. Ingrid Koch (2. vo links) mit ihrer Laudatio vor.
Glasperlenstelen von Ute Wennrich (3. von rechts) und Papierarbeiten von Heike Berl (4. von rechts) stellt Dr. Ingrid Koch (2. vo links) mit ihrer Laudatio vor. FOTO: Jürgen Weser
Werenzhain. Heike Berl und Ute Wennrich zeigen in Werenzhain außergewöhnlichen Arbeiten. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 26. August. Von Jürgen Weser

Die Sommerausstellung 2018 im Atelierhof Werenzhain zeigt mit der Schau „Perlen und Papier“ reizvoll gestaltete Arbeiten von Ute Wennrich und Heike Berl. Die Ausstellung ist bis zum 26. August zu sehen und schließt zur Finissage mit einem Künstlerinnengespräch. Am 25. August findet unter dem Motto „Kinder treffen Künstlerin“ ein Pleinair Papierschöpfen statt.

In die gut besuchte Vernissage am Sonntag führte die Leipziger Musikerin Ingeborg Freytag mit außergewöhnlichen Percussion-Rhythmen. Außergewöhnlich sind auch die gezeigten Arbeiten. Wer bei Perlen an eine schöne Halskette denkt und bei Papier an gefällig bemalte Zeichenblätter, liegt weit daneben. Ute Wennrich hat aus vielen tausend kleinen Perlen gefertigte Stelen in den Ausstellungsraum gestellt, dazu objekthafte Gewebe und zarte Perlentücher im feinsten Blau gehängt, denen man das Material erst beim genauen Betrachten ansieht. Im verblüffend gelungenen Dialog dazu zeigt Heike Berl ihren Umgang mit Papier als Flächen- und Raumgestaltung. Sie lotet ihre eigenen Papierkreationen mit Ritzungen, Faltungen, Farbsignalen und unterschiedlichen Druckmitteln und suggeriert damit für den Betrachter Zustände und Empfindungen. Die Dresdener Kulturjournalistin Ingeborg Freytag hob die architektonische Komponente der Arbeiten beider Künstlerinnen hervor wie die Bezüge zu aktuellen Themen, zu Reiseeindrücken sowie das Aufgreifen anderer Kulturen.

Beide Künstlerinnen, Ute Wennrich aus Augsburg stammend und in Berlin lebend, und Heike Berl, aus Zwickau stammend und in Dresden lebend, hätten sofort einen Draht zueinander gefunden, freut sich Atelierhofleiterin Ute Stöber über die gelungene Zwiesprache zwischen den gezeigten Arbeiten, die mit handwerklicher Präzision gearbeitet künstlerisches Können offenbaren. Ute Wennrich ist über das Architekturstudium in Berlin und München zur künstlerischen freischaffenden Arbeit gekommen und Heike Berl hat in Dresden an der Hochschule für Bildende Künste Grafik und Malerei studiert. Sie freut sich insbesondere über die Werenzhainer Ausstellung, hat sie doch durch ihren Mann familiäre Beziehungen zu Doberlug-Kirchhain. „Es ist meine erste Ausstellung in dieser Region“, hofft sie auf viele Besucher wie auch auf zahlreiche Anmeldungen für die Veranstaltung „Kinder treffen Künstlerin“ am 25. August zum Papierschöpfen. Für Ortsvorsteher Uwe Roland belegt die neue Ausstellung wieder einmal die reichhaltige Kultur- und Kunstlandschaft im Elbe-Elster-Kreis, die durch viele Aktivitäten über mehr als zwanzig Jahre durch den Atelierhof bereichert wird.

Öffnungszeiten der Ausstellung bis zum 26. August sind sonntags von 11 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.