| 02:38 Uhr

Mit Musik ein Stück normales Leben geben

Anne-Charlotte Henze gefiel mit modernen Gitarrenstücken.
Anne-Charlotte Henze gefiel mit modernen Gitarrenstücken. FOTO: Kreis
Doberlug-Kirchhain. Musik kann Lebensfreude spenden. Das wissen auch die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes in Herzberg und setzen sich deshalb für Konzerte für Menschen mit Demenz, deren Angehörige und Pflegebedürftige ein. red/SvD

Unter dem Motto "Mitten in der Gesellschaft" fand im April eine Veranstaltung statt, die eine große Besucherzahl zu verzeichnen hatte. Das zweite Konzert lockte am 23. September rund 120 Besucher in die Gaststätte "Zur Waldhufe" nach Doberlug-Kirchhain, und Sozialdezernent Roland Neumann war sichtlich erfreut, dass die Gäste im ausverkauften Haus an diesem Nachmittag gut gelaunt mitsingen, mitsummen und klatschen konnten. Er sagte: "Auch diese zweite Veranstaltung widmet sich einem ganz besonderem Publikum, das heute auf Hilfe angewiesen ist."

Das Konzert wird vom Landkreis Elbe-Elster mit Unterstützung des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projekts "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" organisiert. Der Nachmittag erreichte Menschen auf besondere Art und Weise, er ließ Erinnerungen aufleben, er mobilisierte Lebensenergie, er verband und stärkte die Gemeinschaft der Betroffenen und deren Angehörige. Zudem wird Pflegebedürftigen, insbesondere an Demenz erkrankten Menschen, die oftmals von Veranstaltungen dieser Art ausgeschlossen sind, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.

Als Akteure gestalteten dieses Mal Anne-Charlotte Henze mit ihrem Gitarrenspiel und der Chor "pro musica" mit volkstümlichen Weisen das Konzert. Je nach Lust und Laune konnten die Gäste die positive Wirkung der Musik bei Kaffee und Kuchen genießen. Die Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes hatten allen Interessierten, den Gästen in der Tagespflege und den Patienten der ambulanten Dienste ermöglicht, am Konzert teilzunehmen. Die Zuhörer kamen privat, aus Wohngemeinschaften, über Pflegedienste oder aus Heimen angereist und wurden von Mitarbeitern, Angehörigen und Ehrenamtlichen begleitet.