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| 17:59 Uhr

Für die einen sind die Lehrjahre vorbei, die anderen haben sie noch vor sich
Mit klarer beruflicher Perspektive dank Bundeswehr

 Die Jahrgangsbesten Nick Liebe (2.v.r.) und Janek Schuricht (3.v.r.) mit Oberstleutnant Andrä (l.), der Ausbildungsbeauftragten Regierungsamtfrau Hartmann-Croll, und Karsten Imhof, Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums Doberlug-Kirchhain.
Die Jahrgangsbesten Nick Liebe (2.v.r.) und Janek Schuricht (3.v.r.) mit Oberstleutnant Andrä (l.), der Ausbildungsbeauftragten Regierungsamtfrau Hartmann-Croll, und Karsten Imhof, Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums Doberlug-Kirchhain. FOTO: Heike Lehmann
14 Kfz-Mechatroniker in der Ausbildungswerkstatt Doberlug-Kirchhain freigesprochen und elf Ausbildungsverträge unterzeichnet. Von Heike Lehmann

Die Ausbildungswerkstatt der Bundeswehr an der Schönborner Straße von Doberlug-Kirchhain hat in 28 Jahren 329 junge Männer und Frauen erfolgreich zu Facharbeitern ausgebildet. „Eine beeindruckende Erfolgsbilanz“, würdigte Oberstleutnant René Andrä, Leiter Munitionsversorgungszentrum Ost Schneeberg, dem die Werkstatt seit 2016 unterstellt ist. Vor wenigen Tagen erhielten 14 junge Kfz-Mechatroniker, Fachrichtung Personenkraftwagen, in feierlichem Rahmen ihre Facharbeiterbriefe aus den Händen von Oberregierungsrat Karsten Imhof, Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums Doberlug-Kirchhain. In seiner Festrede betonte er, dass „42 Monate nach Ausbildungsbeginn alle eine klare berufliche Perspektive“ hätten.

2015 hatten Jan Bambach aus Jessen, Lukas Breden aus Großenhain, Hannes Fiebig aus Schönwald, Tobias Jakob Hollmann aus Wittenberg, Paul Klinkmüller aus Golzen, Nico Knöfel aus Schönewalde, Elias Kunze aus Doberlug-Kirchhain, Nick Liebe aus Walddrehna, Nicolas Neumann aus Dresden, Sebastian Rudolph aus Elstra, Janek Schuricht aus Lindena, Nils Trantow aus Birkenwerder, Markus Weber aus Quedlinburg und Maximilian Vetter, der vorzeitig ausgelernt hat, mit ihrer Ausbildung begonnen. „Sie haben sich Fachkompetenz erworben, sind teamfähig und leistungsbewusst geworden“, bescheinigte ihnen Olaf Kleinpaul, der Leiter der Ausbildungswerkstatt. Mit einem Durchschnitt von 2,5 in den Abschlussprüfungen hätten die 14 Jungfacharbeiter ein respektables Ergebnis, das weit über dem Kammerdurchschnitt liege, erzielt. Die praxisnahe Ausbildung werde auch durch die großartige Unterstützung der Heeresinstandsetzungslogistik GmbH, Werk Doberlug-Kirchhain, gewährleistet, so Oberstleutnant Andrä. Die theoretischen Kenntnisse vermittelte das Oberstufenzentrum Elbe-Elster, Abteilung II in Elsterwerda.

Ziel der Bundeswehr ist es, eigenen, fachlich qualifizierten Nachwuchs, der mit Führungsaufgaben als Soldat auf Zeit betraut wird, zu gewinnen. Sechs Jungfacharbeiter haben sich auch als Soldat auf Zeit verpflichtet, zwei wechseln in den Polizeidienst, einer in den Justizdienst und vier haben Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft gefunden. Janek Schuricht aus Lindena wird ab 1. April seinen Zivildienst im Materiallager Zeithain antreten. Er und Nick Liebe waren die Jahrgangsbesten. Beide erreichten 89 Prozentpunkte. Janeks Eltern, Thilo und Sabine Schuricht, verdrückten beide ein kleines Tränchen. Aber Zeithain ist ja nicht so weit entfernt. Vier Söhne haben sie, sagt die Mutter. „Der Nächste beendet jetzt seine Ausbildung als Polizeiobermeister.“

Elf neue Ausbildungsverträge wurden am Freitag auch unterzeichnet.  „157 Bewerber hatten wir“, sagte Kleinpaul, der auch riet, „bis zum Ausbildungsbeginn noch mal Gas zu geben für einen guten Schulabschluss.“ Drei Bewerber hätten ihre Zusage zurückgezogen. „Diese drei Plätze werden bis September noch qualifiziert besetzt“, versicherte der Leiter der Ausbildungswerkstatt.