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| 18:06 Uhr

Neue Kapitel in der Geschichte von Sonnewalde
Mit Graf Solms und einem bösen Scherz

Bei der Vorstellung von Heft 17 kamen im vergangenen Jahr mehr als 90 Besucher zum Heimatabend ins Sportlerheim.
Bei der Vorstellung von Heft 17 kamen im vergangenen Jahr mehr als 90 Besucher zum Heimatabend ins Sportlerheim. FOTO: Dieter Babbe
Sonnewalde. Die neuen „Sonnewalder Heimatblätter“ werden am 29. November, 19 Uhr, im Sportlerheim vorgestellt. Von Dieter Babbe

Das Heft 18 der „Sonnewalder Heimatblätter“ erscheint wieder pünktlich zum diesjährigen Weihnachtsmarkt in der kleinen Schlossstadt. Auch diesmal wird es dazu einen Heimatabend geben, bei dem sich insbesondere die Autoren mit ihren Beiträgen vorstellen werden.

So wird Michael Kalkutschke berichten, was Luftbilder über die Geschichte seines Heimatdorfes Zeckerin aussagen. Dr. Reinhard Möckel stellt den Raufußkauz vor, den es in den Wäldern um Sonnewalde bereits seit vielen Jahren gibt, den man aber kaum zu Gesicht bekommt. Was hat das sanierte Kriegerdenkmal in Sonnewalde mit der Sehnsucht nach Frieden zu tun, darüber nachzudenken will Martin Ziegler anregen. Dieter Babbe stellt eine inzwischen nahezu unbekannte Seite eines bekannten Sonnewalders vor: Konrad Ziegler als einst erfolgreicher und langjähriger Naturschutzbeauftragter des Kreises Finsterwalde – und wie der sich oft durchboxen musste, damit alte Bäume nicht der Säge zum Opfer fielen. Unter anderem über tragische Unfälle an der Bahnstrecke Berlin-Dresden berichtet Norbert Zach, Ortschronist von Kleinkrausnik, und Dieter Babbe hat dazu etliche Zeitzeugen befragt. An die Tradition des Orgelbaus in Sonnewalde erinnert Albrecht Bönisch. Und Rudolf Bönisch zeigt und beschreibt die Evangelistenbilder an den Kanzeln der Kirchen in Sonnewalde, Zeckerin, Großkrausnik und Schönewalde. Graf Alfred Solms musste nach dem Krieg als Jugendlicher Sonnewalde verlassen, welche Erinnerungen er an seine Heimatstadt mitgenommen hat und haften geblieben sind, erzählt er in einem weiteren Beitrag – und auch beim Heimatabend.

Erstmals ist Günter Lorenz Autor in den „Sonnewalder Heimatblättern“ – der frühere Bürgermeister berichtet, wie die Landbevölkerung zu Zeiten der Grafen und Rittergutsbesitzer lebte – und gibt auch zu anderen Themen interessante Denkanstöße. Nicht zuletzt meldet sich Konrad Ziegler, Begründer und (das ist wohl einmalig) auch mit 91 Jahren – unterstützt von seinem Enkel Martin –  noch immer Chefredakteur der „Sonnewalder Heimatblätter“, mit einer eher humorvollen Geschichte zu Wort. Der langjährige Lehrer erinnert an ein merkwürdiges Schlachtefest bei Schneidermeister Göhre, zu dem sich junge Sonnewalder einen Scherz erlaubten: Über eine Anzeige in der Zeitung hatten sie die ganze Stadt zu dem Fest eingeladen.

Es verspricht ein interessanter und unterhaltsamer Abend zu werden: Donnerstag, 29. November 2018, 19 Uhr, im Sportlerheim des Sonnewalder Sportvereins Blau-Gelb 90. Schüler der Grundschule werden zu Beginn mit einem vorweihnachtlichen Programm auf den Heimatabend und die Adventszeit einstimmen. Und nicht nur die ganze Stadt, sondern alle Interessenten auch aus den Ortsteilen und andernorts sind herzlich eingeladen. Bei der Vorstellung von Heft 17 kamen immerhin mehr als 90 Besucher zum Heimatabend ins Sportlerheim.

Bei der Vorstellung von Heft 17 im vergangenen Jahr kamen mehr als 90 Besucher zum Heimatabend ins Sportlerheim.
Bei der Vorstellung von Heft 17 im vergangenen Jahr kamen mehr als 90 Besucher zum Heimatabend ins Sportlerheim. FOTO: Dieter Babbe