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| 02:37 Uhr

Mit Dollar-Scheinen ganz arm dran

Senftenberg. Weitgereiste Fachkräfte, die in der Lausitz arbeiten, stehen beim Geldumtausch vor unlösbaren Schwierigkeiten. Kaum eine Bank ist in der Lage, US-Dollar in Euro umzutauschen. trt

Auch für die Reiseregion Lausitzer Seenland ist das kein Aushängeschild, kritisiert Heike Kuka, Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens in Guteborn.

Ihr Unverständnis ist groß. "Zurzeit lernen wir einen Ingenieur und einen Mechaniker eines unserer Kunden aus Nigeria an. Ein Kollege hat versucht, US-Dollar mit den beiden ausländischen Gästen in Euro zu tauschen. Leider gab es nicht eine einzige Bank, die dazu in der Lage war", berichtet sie.

Diesen Vorwurf wollen die Kreditinstitute nicht auf sich sitzen lassen, können diesen allerdings auch nicht entkräften. Die Senftenberger Commerzbank-Filiale bestätigt, die Afrikaner hätten dort ihre Dollar umtauschen wollen. Das, so der Banksprecher, sei in diesem Einzelfall abgelehnt worden, "da die Geldscheine nicht umgehend auf Echtheit überprüft werden konnten". Fremdkunden werde ansonsten nur der Tausch von Euro in Währungen, die in der jeweiligen Filiale vorhanden seien, angeboten. Dafür falle eine Gebühr von fünf Euro an. Für Commerzbank-Kunden sei diese Dienstleistung unentgeltlich.

Bei der Sparkasse Niederlausitz wird ein Bargeldumtausch von Fremdwährungen nicht angeboten. Grund: die mangelnde Nachfrage. Allerdings haben Kunden die Möglichkeit, über ihr Girokonto fremdes Geld zu beziehen und zurückzutauschen, teilt Sprecherin Eva Elmer mit. "Besucher aus Nicht-Euro-Ländern können sich durch alternative Umtauschmöglichkeiten Bargeld verschaffen, zum Beispiel per Geld- oder Kreditkartenverfügungen an Geldautomaten oder durch das Einlösen von Reiseschecks bei Banken und Sparkassen", sagt Elmer.