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| 18:55 Uhr

Ausbildungspreis 2018
Ministerin-Lob fürs Anstacheln

Die Preisträger des 17. Ausbildungspreises der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ mit Susanna Karawanskij, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg (3.v.l.), Marcus Tolle, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus (l.) und dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Elbe-Elster, Jürgen Riecke: Markus Müller, Caroline Schacht, Konrad Dobra, Moritz Kirsten und Raphael Erbe (v.l.).
Die Preisträger des 17. Ausbildungspreises der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ mit Susanna Karawanskij, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg (3.v.l.), Marcus Tolle, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus (l.) und dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Elbe-Elster, Jürgen Riecke: Markus Müller, Caroline Schacht, Konrad Dobra, Moritz Kirsten und Raphael Erbe (v.l.). FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ ehrt zum 17. Mal herausragende Azubis. Für Susanna Karawanskij sind die duale Berufsausbildung ein Kassenschlager und vorhandene, aber unbesetzte Lehrstellen ein Ärgernis. Von Gabi Böttcher

Was für ein Trommelwirbel des Finsterwalder Percussionsensembles Weberknechte! Gelungen ist dieser festlich-musikalische Auftakt der Verleihung des Ausbildungspreises der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“! Zum 17. Mal konnten Auszubildende mit Wohnsitz in Elbe-Elster und herausragenden Leistungen nominiert werden. 19 waren es diesmal. Fünf von ihnen konnten die hochgelegte Messlatte der Jury überspringen und am Donnerstagnachmittag um Ehre und 1000 Euro reicher den Pavillon der Sparkasse Elbe-Elster in Finsterwalde verlassen.

Der durchaus sportlichen Herausforderung, der Preisverleihung eine kurzweilige Note zu geben, entsprach Stiftungsvorstand Thomas Hettwer in erwarteter Art und Weise. Diesmal zeigte er Parallelen zu den vor 50 Jahren in Mexiko stattgefundenen Olympischen Spielen auf. Jeweils für außerordentliche Leistungen notwendige, starke Trainer waren eine davon. Ein olympisches Feuer konnte er unter den Warmhaltegefäßen des sich anschließenden Büfetts ausmachen. Doch bevor es dorthin ging, erfuhren die Gäste der Preisverleihung mehr über die Preisträger. Neben den selbstverständlich hervorragenden Leistungen durchaus auch Humoriges:

In Raphael Erbes Zimmer steht ein Schreibtisch, der sein Gesellenstück ist. Er hat aber auch schon einen Schwingsessel gebaut. Er schwört darauf, dass dieser gut für den Rücken ist und man darin fantastisch lesen kann.

Bei Moritz Kirsten, dem schon gewieften und sehr gefragten Praktiker der Landwirtschaft, gibt es bei der Büroarbeit noch Verbesserungspotenziale. Moritz gibt zu: „Mutti ist aktuell mein Sekretariat.“

Konrad Dobra musste wegen seines dualen Studiums seine Berufsschule nahezu im Selbststudium vollziehen. Beim SV „Linde“ Schönewalde und bei der Freiwilligen Feuerwehr Kolochau ist er in seiner Freizeit engagiert.

Sportlich unterwegs ist auch Zerspanungsmechnaiker Markus Müller, der sich eine Meisterausbildung oder ein berufsbegleitendes Studium vorstellen kann.  Er spielt Fußball in Lichterfeld. Und er wäre kein waschechter Ossaker, wenn er nicht beim Teichfahren dabei wäre. 

Für Caroline Schacht ist ein Traum in Erfüllung gegangen, dass sie jetzt Junior-Kundenberaterin im Immobilienbüro der Sparkasse ist. Ausgleich findet sie beim Musizieren im Jugendblasorchester ihrer Heimatstadt Falkenberg.

Als Festrednerin führte sich Brandenburgs Arbeitsministerin Susanna Karawanskij in Finsterwalde ein. „Investition in Wissen bringe immer noch die besten Zinsen“, zitierte sie Benjamin Franklin, einen der Gründerväter der Vereinigten Staaten. Dieser habe es vom Drucker zum Staatsmann gebracht und sogar den Blitzableiter erfunden. Auch heute käme es auf gute Ideen an. Eine wunderbare Idee der Sparkasse sei es, junge Leute zu Leistungen anzustacheln, lobte die Ministerin. Eine Aufgabe sieht sie darin, die Ausbildungsbereitschaft von Unternehmen zu stärken und auch kleine Betriebe dazu in die Lage zu versetzen. Es gehe darum, die Verbundausbildung zu stärken. Die duale Ausbildung in Brandenburg ist für die Ministerin ein Kassenschlager, zu dessen Stärkung eine entsprechende Vereinbarung gerade bis 2020 fortgeschrieben worden sei. Unzufrieden ist die Ministerin damit, dass in Elbe-Elster 250 unbesetzten Ausbildungsstellen 165 nicht versorgte Jugendliche gegenüberstehen (Stand August).

Marcus Tollle und Anke Schuldt von der IHK Cottbus ehren die Sparkasse Elbe-Elster mit dem IHK-Siegel für exzellente Ausbildungsqualität. Derzeit lernen hier 33 Azubis. Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Riecke und Personalchef Riccardo Sawkin nehmen die gerahmte Urkunde entgegen.
Marcus Tollle und Anke Schuldt von der IHK Cottbus ehren die Sparkasse Elbe-Elster mit dem IHK-Siegel für exzellente Ausbildungsqualität. Derzeit lernen hier 33 Azubis. Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Riecke und Personalchef Riccardo Sawkin nehmen die gerahmte Urkunde entgegen. FOTO: Gabi Böttcher
Ministerin 
Susanna 
Karawanskij
Ministerin Susanna Karawanskij FOTO: Gabi Böttcher