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"Minenhund" liegt im Trend

Beim Pressestammtisch der IHK Cottbus informiert Geschäftsführer Thomas Ebert (r.) über den Erfolgskurs der Schönborner Armaturen GmbH und Investitionen am Standort Hennersdorf. Und er bestätigt damit die laut IHK-Umfrage ausgezeichnete Geschäftslage der Wirtschaft in Elbe-Elster.
Beim Pressestammtisch der IHK Cottbus informiert Geschäftsführer Thomas Ebert (r.) über den Erfolgskurs der Schönborner Armaturen GmbH und Investitionen am Standort Hennersdorf. Und er bestätigt damit die laut IHK-Umfrage ausgezeichnete Geschäftslage der Wirtschaft in Elbe-Elster. FOTO: Gabi Böttcher
Hennersdorf/Cottbus. Die Wirtschaft in Elbe-Elster hat sich auf hohem Niveau stabilisiert. Vor allem Industrie und Baugewerbe belegen laut Frühjahrs-Konjunktur- umfrage der Industrie- und Handelskammer Cottbus (IHK) eine "sehr gute konjunkturelle Lage". Gabi Böttcher

Den aktuellen Umfrage-Ergebnissen zur wirtschaftlichen Lage im Süden Brandenburgs und in Elbe-Elster konnte Dr. Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, in dieser Woche in Hennersdorf die Hochachtung für ein mittelständisches Unternehmen voranstellen. Thomas Ebert, Geschäftsführer der Schönborner Armaturen GmbH, war Gastgeber eines gänzlich neu strukturierten Pressestammtisches. Bei einem Treffen mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik präsentierte sich das auf Expansionskurs befindliche Unternehmen in seinen in dieser Woche in Betrieb genommenen neuen Sozialräumen. Weitere Bauabschnitte im Be- und Entladebereich und für ein Energie-Management-System mit eigener Energieproduktion zur Steuerung der Anlagen stehen bevor. Im engen Kontakt des Unternehmens zur Wissenschaft und jährlich zwei bis drei Forschungsprojekten setzen die Schönborner auf Innovationen, fungieren als Kompetenzzentrum für Produktkonfiguration. Damit seien sie ein "Minenhund" für andere mittelständische Unternehmen, dessen permanente Begleitung wichtig sei, betonte Krüger. Ohne den hier gelebten Enthusiasmus seien die Erfolge nicht zu erreichen.

Thomas Ebert gelang eine sehr eindrucksvolle Firmenpräsentation - als passendes Beispiel zu der Einschätzung auf der Grundlage der Frühjahrs-Konjunkturumfrage der IHK Cottbus. "In Südbrandenburg läuft die wirtschaftliche Entwicklung hervorragend", so Wolfgang Krüger. Auch das Elbe-Elster-Land befinde sich in einer sehr guten Lage - mit Ergebnissen, die deutlich über anderen im Kammerbezirk liegen. Besonders erfreulich: Die Unternehmen in Elbe-Elster schätzen ihre Situation positiver ein als der Durchschnitt in Südbrandenburg. Indiz für einen anhaltend guten Konjunkturverlauf seien die Investitionsabsichten. 32 Prozent der investitionswilligen Unternehmen in Elbe-Elster planen, ihre Ausgaben zu erhöhen. 60 Prozent wollen auf gleichem Niveau wie im Vorjahreszeitraum investieren. 20 Prozent der befragten Unternehmen planen Neueinstellungen, demgegenüber planen sieben Prozent, Stellen abzubauen.

Und wieder war über die wohl wundeste Stelle in der Entwicklung nicht hinwegzusehen. "Der Fachkräftemangel wird zu einem der entscheidenden Hemmnisse der Konjunkturentwicklung", musste der IHK-Hautpgeschäftsführer konstatieren. Er appellierte, deutlich mehr junge Leute für die duale Ausbildung zu begeistern. Dabei seien von den Unternehmen die vorhandenen Instrumente der Unterstützung zu nutzen. Die Entwicklung der Arbeitskosten sei ein weiteres erschwerendes Moment für Unternehmensentwicklungen. "Fachkräfte können sich aussuchen, wo sie einen Arbeitsvertrag unterschreiben", so Wolfgang Krüger. Unternehmen geraten an ihre Grenzen. Investitionen sind notwendig, um auf Dauer im harten Wettbewerb zu bestehen. Neben dem Geld werde es darauf ankommen, Aspekte wie das Betriebsklima und das Ansehen eines Unternehmens stärker in den Vordergrund zu rücken.

www.cottbus.ihk.de

Zum Thema:
59 Prozent der von der IHK Cottbus befragten Unternehmen in Elbe-Elster schätzen ihre aktuelle Geschäftslage mit gut, 34 Prozent mit befriedigend und 7 Prozent mit schlecht ein.Gut laufen die Geschäfte vor allem in der Industrie, im Baugewerbe und bei den Dienstleistern.20 Prozent der befragten Unternehmen rechnen in den kommenden Monaten mit besseren, 67 Prozent mit gleichbleibenden und 13 Prozent mit schlechteren Geschäften.Gedämpft blicken laut Umfrage die stationären Händler in die Zukunft. Sie sehen sich einem zunehmenden Wettbewerbsdruck durch den Online-Handel gegenüber.