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| 18:17 Uhr

Kommentar
Eine Gesellschaft braucht Beteiligung

 Daniel Rossbach
Daniel Rossbach FOTO: lr / LR
Die Veranstaltungen der Initiative „Offene Gesellschaft“ in Finsterwalde, die vor allem von zivilgesellschaftlichen Akteuren gestaltet wurden, waren eine Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. Und zwar vor allem für Menschen, die hier leben und sich begegnen, aber selten wirklich in Kontakt kommen. Von Daniel Roßbach

Dass diese Gelegenheit, zum Beispiel als sich Mitarbeiter und Bewohner der Erstaufnahmestelle für Asylsuchende in Doberlug-Kirchhain für ein Gespräch zur Verfügung stellten, nur von sehr wenigen Bürgern und Bürgerinnen genutzt wurde, ist frustrierend. Denn dass es zum Beispiel zwischen der Mehrheitsgesellschaft und den Asylsuchenden Gesprächsbedarf gibt, ist offensichtlich, und wurde auch in der Diskussion deutlich.

Es gibt, gerade gegenüber Geflüchteten, weiter zu viel Ressentiment und zu wenig Wissen über ihre Lebensumstände und Geschichten. Viele ließen sich diese Chance, daran etwas zu ändern, entgehen. Das ist schade. Denn wie soll sich eine gemeinsame Gesellschaft entwickeln, wenn sich Milieus nicht mischen? Wenn Menschen nicht von sich aus aufeinander zugehen? Und wenn sich hier, wo Dialog angeboten wird, kaum jemand beteiligt?