ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:24 Uhr

Mehrgenerationenhaus in Rückersdorf hofft auf mehr spontane Besucher

So lustig geht es zu, wenn sich die Sportfrauen im Rückersdorfer Mehrgenerationenhaus treffen.
So lustig geht es zu, wenn sich die Sportfrauen im Rückersdorfer Mehrgenerationenhaus treffen. FOTO: privat
Rückersdorf. Rund zwei Jahre gibt es das Mehrgenerationenhaus in Rückersdorf nun schon. Viele Kurse und Projekte wurden seitdem angestoßen. Viele Gruppen fühlen sich in dem vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) organisierten Haus wohl. Dennoch hat sich noch nicht alles so entwickelt, wie man es sich bei Gründung vorgestellt hatte. Bodo Baumert

„Sinn und Ziel sollte es sein, dass Jung und Alt hier zusammenkommen“, erklärt Gudrun Grießl, die Leiterin des Mehrgenerationenhauses. Das funktioniere an zwei Tagen in der Woche ganz gut. Etwa, wenn die Tanzmäuse ihre Trainingsstunde im Haus haben. Dann bleiben Mütter und Großmütter gleich da, sitzen bei Kaffee und Kuchen zusammen und unterhalten sich. „So sollte es jeden Tag sein“, wünscht sich Gudrun Grießl. Schließlich bietet das Mehrgenerationenhaus, bei vorheriger Anmeldung, auch ein günstiges Mittagessen an. Spontane Besucher, die, wenn sie zuhause alleine sind oder Gesellschaft suchen, einfach vorbei- und mit anderen ins Gespräch kommen – das ist bisher aber die Ausnahme im Mehrgenerationenhaus.

Was hingegen sehr gut läuft, sind die diversen Kurse und Gruppen, die sich in den vielen Räumen des Mehrgenerationenhauses treffen. Das beginnt am Montagnachmittag mit Seniorensport, Kinderturnen und dem Handarbeitskreis und endet Freitagmittag mit dem Kochkurs für Kinder, der auf große Begeisterung stößt. Ehrenamtliche und Helfer sind aktiv und bieten Angebote von der Holzarbeit bis zum Malkurs.

Insgesamt gesehen geht das Generationen übergreifende Projekt so gut auf. Schließlich finden von jungen Müttern mit ihrem Nachwuchs bis zu den Senioren alle etwas im Angebot. Nur sind diese Gruppen dann meist unter sich. „Was ich mir noch stärker wünschen würde, ist der spontane Austausch“, so Gudrun Grießl. Der funktioniert bisher vor allem bei der Tauschbörse im Treppenaufgang: Kindersachen, Bücher, Spielsachen – wer etwas übrig hat, kann es auf den Wühltisch legen, wer etwas braucht, kann sich bedienen. Gudrun Grießl muss lediglich ab und zu eingreifen und ein wenig aufräumen. Ansonsten läuft die Tauschbörse.

Auch das Mehrgenerationenhaus als Ganzes läuft vorerst ohne Sorgen. Von den vorfinanzierten Jahren ist noch eines übrig. Aus der Gemeinde gebe es darüber hinaus Interesse, das Projekt weiterzuführen, sagt Gudrun Grießl. Lediglich bei den Räumlichkeiten muss sich das Mehrgenerationenhaus auf Neuerungen gefasst machen. Das Gebäude, in dem auch die Kita untergebracht ist, hat keine Zukunft. Ein Neubau muss her, in dem dann auch das Mehrgenerationenhaus wieder Platz finden soll. „So viele Räume wie hier werden wir dann wohl nicht mehr haben. Das ist aber gar nicht schlimm“, blickt Gudrun Grießl positiv in die Zukunft.

Das Mehrgenerationenhaus in Rückersdorf ist montags bis freitags von 12 bis 16 Uhr geöffnet.