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| 16:46 Uhr

Mehr zu tun in Elbe-Elster-Notaufnahmen
Hitze fordert ihren Tribut

Herzberg/Finsterwalde/Elsterwerda. Im Klinikum Elbe-Elster mehren sich seit Beginn der Hitzeperiode die Patienten, die die Notaufnahmen der Krankenhäuser in Herzberg, Finsterwalde und Elsterwerda aufsuchen. Prof. Dr. Roland Reinehr, ärztlicher Direktor des Elbe-Elster Klinikums, erklärt es genauer.

Bei den stationären Fällen werden laut Prof. Reinehr drei Gruppen deutlich.

Zum ersten seien es alte Menschen, die an den verschiedensten Grunderkrankungen leiden und viele Medikamente einnehmen. Sie trinken zu wenig oder leiden wegen Durchfallerkrankungen an einer Exsikkose – einer Austrocknung durch Abnahme des Körperwassers – und bedürfen einer Infusions- und Elektrolyttherapie. Die zweite Gruppe der von der Hitze Betroffenen sind Menschen mittleren Alters, die die Hitze unterschätzen. Sie erleiden zum Beispiel beim Einkaufen oder der Gartenarbeit einen Kreislaufkollaps, der im Volksmund auch Hitzschlag genannt wird. Und schließlich sind es junge Menschen, die Party feiern und dabei die Wirkung von Alkohol in Kombination mit den hohen Temperaturen und dem Mangel an nichtalkoholischer Flüssigkeit unterschätzen.

Vermehrte ambulante Fälle haben derzeit laut Prof. Reinehr den Hintergrund, dass Menschen stärker draußen aktiv sind und sich allergische Reaktionen nach Insektenstichen, Frakturen beziehungsweise Verstauchungen durch Unfälle beim Baden oder Fahrradfahren sowie auch der klassische Sonnenstich mit Kopfschmerzen einstellen können.

(gb)