ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:00 Uhr

Mehr Schüler aus der Region sollen Uni-Luft schnuppern

Cottbus.. Die Zusammenarbeit zwischen Brandenburgischer Technischer Universität (BTU) und dem Staatlichen Schulamt Cottbus soll stärker werden. Ein entsprechender Vertrag wurde jetzt unterzeichnet. Er regelt die Kooperation bei Studienberatung, Lehrer-Fortbildung, wissenschaftlichen Schülerpraktika und der Förderung interkultureller Fähigkeiten bei Schülern und Lehrern. Von Klaus Alschner

„Das hat sich richtig toll entwickelt“ , freute sich BTU-Präsident Professor Ernst Sigmund über die Zusammenarbeit zwischen Universität und weiterführenden Schulen in Cottbus. Durch den neuen Vertrag soll sie deutlich vertieft werden. Schulamtsleiter Dietmar Wolter wies darauf hin, dass sich aufgrund der Schulamts-Reform 2002 der Einzugsbereich stark erweitert habe. Die Kooperation beschränkt sich nun nicht mehr auf Cottbus, sondern bezieht die Landkreise Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster ein. Wolter: „In jedem Landkreis gibt es drei bis vier Gymnasien.“ Die Zusammenarbeit soll nach Wolters Worten „die Hemmschwelle gegenüber der Universität zurücknehmen“ . Brandenburg gehört laut BTU „zu den Bundesländern mit der geringsten Studierquote unter den Abiturienten“ . Außerdem, so Wolter, sei ein Studium in der Region für die Eltern meist kostengünstiger. Professor Sigmund fügte hinzu, dass auch darauf abgezielt werde, das Alter der Studienabsolventen zu senken. In Städten wie München oder Stuttgart kämen nahezu 90 Prozent der TU-Studenten aus dem Großraum. Sigmund: „Das werden wir hier nicht erreichen, unsere Region ist nicht so bevölkerungsreich.“ Der Anteil der Studierenden aus der Region Cottbus konnte nicht beziffert werden. Allerdings steige die Zahl der deutschen Studierenden an der BTU. Im Bereich Elektrotechnik habe sie sich sogar fast verdoppelt. Der Leiter der Zentralstelle für Weiterbildung, Professor Klaus-Dieter Pietsch, wies darauf hin, dass die BTU auf dem Gebiet der Weiterbildung „für die Cottbuser Bürger von Jung bis Alt“ etwas zu bieten habe, von Schüler-Praktika bis zur Senioren-Uni.
Ausgeweitet werden nach dem neuen Vertrag zum Beispiel die Wissenschaftswochen, erklärte Elke Franzen von der Zentralen Studienberatung der BTU.
Schüler erhielten damit einen einwöchigen Einblick in das universitäre Geschehen unter realen Verhältnissen. Die Lehrerfortbildung werde unter dem Gesichtspunkt der Anforderungen an ein Studium intensiviert.
Eine stärkere Zusammenarbeit stellt sich der Leiter des Staatlichen Schulamts künftig auch bei der Einrichtung von Begabtenklassen vor, wie sie im Land Brandenburg als Fortführung der Leistungsprofilklassen vorgesehen seien.