ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:42 Uhr

Medizinische Versorgung ist Top-Thema

Elbe-Elster. Noch befinden sich die Parteien in der heißen Phase der Vorbereitungen auf die am 25. Mai ins Haus stehende Wahl zum Kreistag Elbe-Elster. In diversen Parteigremien werden die Weichen für die Wahlkampf-Logistik gestellt. Themen, an denen sich die Gemüter erhitzen dürften, kristallisieren sich bereits heraus. Gabi Böttcher

Die RUNDSCHAU hörte sich bei den Spitzenkandidaten (Wahlkreis II) der derzeit im Kreistag am stärksten vertretenen Fraktionen zu ihren Schwerpunktthemen um.

Anja Heinrich (CDU): Mein Kommunalwahlkampf wird durch tiefe regionale Verbundenheit geprägt sein. Unser Wahlprogramm wird noch beschlossen. Ich werde mich darin einbringen, indem ich für einen Runden Tisch zur Entwicklung der Infrastruktur in Elbe-Elster plädiere. Schwerpunkte sind für mich das Ausbildungsnetzwerk der Landwirtschaft in EE und eine komplexe Wirtschaftsförderung und im Unterschied zu Rot-Rot und den Grünen ein ganz klares Bekenntnis zu den Gymnasien und den Leistungs- und Begabtenklassen. Dorfschulen müssen erhalten werden. Wichtig sind für mich die Sensibilisierung für regionale Produkte und die regionale Wertschöpfung mit Rücksicht auf Tierschutz und artgerechte Haltung. Der Erhalt und das Werben für unser Radwegenetz, die Schülerbeförderung, die konsequente Qualifizierung und der Erhalt der drei Klinikstandorte und die Fachkräftewerbung in Medizin und Wirtschaftsbereichen liegen mir ebenso am Herzen. Außerdem setze ich mich für mehr konzeptionelle und finanzielle Investitionen in die Jugend- und die Schulsozialarbeit ein.

Klaus Richter (SPD): Für uns wird der Hochwasserschutz eine wichtige Rolle spielen. Sowohl bei der Planung, als auch bei der Beseitigung von Schadstellen muss das Tempo aus unserer Sicht deutlich erhöht werden. Noch bevor es zu Schadensfällen kommt, muss es klare Regeln geben, wie was zu entschädigen ist. Die medizinische Versorgung im Landkreis ist für uns ebenfalls ein wichtiges Thema. Dabei geht es nicht nur um die drei Standorte des Klinikums, sondern auch um das Epikur, das weiter unserer Unterstützung bedarf. Und natürlich müssen wir uns der Frage stellen, wie weiter mit der Arbeitslosigkeit umzugehen ist. Nach unserer Auffassung ist das Modell der Bürgerarbeit als eine Form fortzuführen. Einsetzen wollen wir uns für den Erhalt des vielfältigen kulturellen Lebens. Dazu gehört auch die Unterstützung für das Kulturhaus in Plessa, das aber zur Sache der gesamten Energieregion gemacht werden muss. Schließlich gehört es wie die F 60 und die Brikettfabrik "Louise" zur Bergbaugeschichte.

Joachim Pfützner (Die Linke): Es fällt mir schwer, mich auf wenige Punkte zu beschränken, weil mir vieles wichtig ist. Unser Wahlprogramm umfasst sieben Seiten. Angesichts der demografischen Entwicklungen im Landkreis sind verstärkte Anstrengungen zur Qualifizierung und Eingliederung Langzeitarbeitsloser wichtig. Diese ist am tatsächlichen Bedarf des Arbeitsmarktes festzumachen. Der Erhalt von Schulstandorten, die Schülerbeförderung ohne Elternbeiträge und die Erweiterung des Anspruches auf Schülerbeförderung gehören aus unserer Sicht zu einem kinderfreundlichen Landkreis. Bei der medizinischen Versorgung ist uns ein gleichberechtigter Zugang aller Versicherten zu allen Leistungen wichtig. Die hausärztliche Versorgung muss auch künftig für alle wohnortnah abgesichert werden. Die Medizinischen Versorgungszentren sind auszubauen. Unverzüglich ist mit den notwendigen Investitionen im Krankenhaus Finsterwalde zu beginnen. Die Linke unterstützt die Initiativen für ein Biosphärenreservat, ist gegen den weiteren Ausbau der Massentierhaltung und für die Förderung und den Ausbau regionaler Wirtschaftskreisläufe.