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| 17:26 Uhr

Massener Zahlengenie ist Weltrekordler

Robin Wersig aus Massen ist Weltrekordler im Schnellrechnen
Robin Wersig aus Massen ist Weltrekordler im Schnellrechnen FOTO: Dieter Babbe (FIN)
Massen. Robin Wersig, der Schnellrechner aus Massen, ist Weltspitze. Von den Impossibility Challenger, dem Wettbewerb mit den „unmöglichen Herausforderungen“ im bayrischen Dachau, kehrte er mit drei Weltrekorden zurück. Von Dieter Babbe

Dem 28-Jährigen gelang es in kürzester Zeit, Wochentage von Daten zu benennen, die weit in eine unvorstellbare Zukunft reichen. Innerhalb von nur einer Minute konnte er 23 Wochentage richtig benennen, die zwischen dem 1. Januar 10000 und dem 31. Dezember 99999 liegen. Immer noch 22 Wochentage erkannte er in 60 Sekunden, die noch weiter vor uns liegen: zwischen dem 1. Januar 100000 und dem 31. Dezember 999999. „Die Daten hat ein Computer zufällig ausgewählt“, berichtet Robin Wersig. Und auch nur der Computer konnte herausfinden, ob seine Angaben richtig sind – weil die Zeiträume jede menschliche Vorstellung übersteigen. Einen dritten Weltrekord holte sich der Massener beim Erstellen eines mathematischen magischen Quadrats.

Der Erzieher in der Finsterwalder Nord-Grundschule hat mit 24 Jahren sein Talent für Zahlen und fürs Kopfrechnen erkannt – nachdem er in der Schule mit Mathematik nicht viel am Hut hatte. Erst als ihm ein Buch über Gedächtnistraining in die Hände fiel, tüftelte sich das Zahlengenie neue Lernstrategien aus, die es ihm plötzlich leicht machten, schwierige Rechenaufgaben zu lösen und sich komplizierte Sachverhalte einzuprägen.

Sein bisher größter Erfolg war der Vizeweltmeistertitel, nachdem er innerhalb einer Minute von 47 zufällig ausgewählten Daten aus den vergangenen 500 Jahren den Wochentag bestimmen konnte. Über 6000 Zahlenkombinationen aus einem ewigen Kalender, die er auswendig gelernt habe, und eine einfache Formel kommen bei ihm Antworten wie aus der Pistole geschossen.

Robin Wersig, der sein Wissen nicht nur in der Schule, sondern auch bei Kursen weitergibt, hat Eindrücke von den Weltmeisterschaften auf seine Internetseite gestellt: www.fiwa-kopfrechner.de. Wo elf Rekordanwärter aus elf Ländern teilnahmen, hat es weitere kuriose Wettbewerbe gegeben. Khiv Raj Gurjar reiste aus Indien an und führte 41 Yoga- und Dehnübungen vor, während er zum Teil mit verbundenen Augen auf einem BMX-Fahrrad balancierte, ohne dass seine Füße den Boden berührten. Den Weltrekord im Jonglieren mit drei Äxten verbesserte der 51-jährige Slowake Milan Roskopf von 35 auf 53 Axtwürfe. Die 36-jährige Kanadierin Jennifer Davies pfiff 24 Stunden lang Lieder – bei nur fünf Minuten Pause nach jeder Stunde. Eine 44 Zentimeter lange und einen Zentimeter dicke Stange aus Baustahl verbog Rainer Schröder im Nacken mit den bloßen Händen. Außerdem schaffte es der Thüringer, ein Hufeisen um 180 Grad zu einem Fragezeichen zu verbiegen – mit den Zähnen.