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| 02:34 Uhr

Marktschreier mögen Finsterwalde

Volle Fahrt voraus zum Volksfest mit Marktschreiern vom Hamburger Fischmarkt und Straßenfest in der Langen Straße sagen: Daniel Rudolph, Ricarda Barich, Jürgen Riecke. Thomas Boxhorn und Lutz Müller (v.l.). Sie laden vom 11. bis 13. Mai nach Finsterwalde ein.
Volle Fahrt voraus zum Volksfest mit Marktschreiern vom Hamburger Fischmarkt und Straßenfest in der Langen Straße sagen: Daniel Rudolph, Ricarda Barich, Jürgen Riecke. Thomas Boxhorn und Lutz Müller (v.l.). Sie laden vom 11. bis 13. Mai nach Finsterwalde ein. FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Die Marktschreier vom Hamburger Fischmarkt sind nach 2016 ein zweites Mal in Finsterwalde zu Gast. Das adelt die Sängerstadt als Gastgeber. Diese setzt dem Spektakel am 13. Mai die Krone auf. Gabi Böttcher

Ein Anker ist schon seit Tagen ausgeworfen in der Langen Straße der Sängerstadt. Er kündet von einem besonderen Gaudi, das dem diesjährigen Gastspiel der Marktschreier vom Hamburger Fischmarkt die kreative lokale Note geben soll.

Denn neben Wurst-Herby, Käse-Rudi, Nudel-Kiri, Bananen-Fred und dem Fischspezialisten Aal-Hinnerk treten die Akteure vom Finsterwalder Verein LebensART um ihren Vorsitzenden Lutz Müller auf den Plan. Oder besser gesagt: Sie steigen neu ins Boot der Organisatoren hinzu, in dem bereits die Sparkasse Elbe-Elster, der Jungunternehmerverein Elbe-Elster und die Stadt Finsterwalde die 2016er-Marktschreier-Premiere auf Kurs gebracht hatten. Erinnert sei an das vorige Jahr: Trotz schlechten Wetters erlebten die Marktschreier aus dem Norden eine Riesen-Überraschung: Zuspruch und Verkäufe überstiegen ihre kühnsten Erwartungen, Ware musste nachgeordert werden. Welches Argument konnte für eine Neuauflage des Gastspieles in diesem Jahr besser zählen?

Und so hatte Finsterwalde und die Region den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Elbe-Elster, Jürgen Riecke, nicht im Sturm stehen lassen. Denn er war es, der sich auf hohe See begeben und die verwöhnten Hamburger Marktschreier in die Kleinstadt Finsterwalde gelockt hatte. Lob gab es dafür vor der Presse von Thomas Boxhorn und Daniel Rudolph vom Jungunternehmerverein. Jürgen Riecke verriet daraufhin prompt einen seiner Träume: Dass sich solche Angebote etablieren und über ein einmaliges Aufflammen hinaus in die Zukunft entwickeln.

Nicht nur auf-, sondern voller Begeisterung entflammt berichtete LebensART-Vereinsvorsitzender Lutz Müller, wie die Akteure der Langen Straße in diesem Jahr das Flair des Hamburger Fischmarktes über den Marktplatz hinaus entfalten wollen. Ein maritimes Straßenfest ist angekündigt, das die phantasieerprobten Anrainer und Partner der Langen Straße vor eine willkommene neue Herausforderung stellt.

Mit nur 19 Mitgliedern hat der Verein in den zurückliegenden fünf Jahren des Öfteren bewiesen, wie mit Liebe und Heimatverbundenheit feste gefeiert werden kann. Als Meister der Motivationskunst gelingt es Lutz Müller und seinen Mitstreitern auch immer wieder, neue Unterstützer zu finden. Und hinzu kommt, dass schon so mancher Erlös der Feste wiederum anderen Vereinen zugute kam. Diesmal soll die Jugendfeuerwehr Nutznießer sein. Sie beteiligt sich aber auch selbst am Straßenfest. So wird am Samstag, 13. Mai, ab 9 Uhr zum Entern des Heimathafens in der Langen Straße eingeladen. Wer denkt, sich in einem Birkenwald verirrt zu haben, sollte sich nicht irritieren lassen. Er ist richtig in der an diesem Tage mit Birken geschmückten Langen Straße.

Um 15 Uhr gibt es dann eine Weltpremiere: Der Chor der Händler zelebriert den Evergreen "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" - aber nicht mit gewohntem, sondern mit neu gedichtetem Text. Den Chor der Händler zu unterstützen, sind alle Sangesfreudigen aufgefordert. Lutz Müller räumt ein, dass das nicht leicht zu singende Lied noch tüchtig geprobt werden muss.

Einen professionellen Schritt weiter sind da auf alle Fälle der Shanty Chor aus Reineckendorf, die Bands "Sternheim" und "Blues Beards" sowie die Sun Pipers Finsterwalde. Akkordeon-Klänge sowie eine historische Bademodenschau werden ebenfalls für maritimes Flair in der Langen Straße sorgen. "Da fliegt die Ente vom Nest", ist sich Lutz Müller so gut wie sicher. Gegen 22 Uhr sollten alle Enten dann besser auf dem Boden sein, denn dann steigt das so beliebte Feuerwerk, das zugunsten von Familien mit Kindern etwas nach vorn verlegt wurde. Und noch eins: Jeder Programm-Höhepunkt in der Langen Straße wird mit einem Schiffshorn-Signal angekündigt.