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„Malzbier, Braunbier und Pupe“

Joachim Poetzsch lässt diese alter Karte lebendig werden.
Joachim Poetzsch lässt diese alter Karte lebendig werden. FOTO: Sammlung Poetzsch
Joachim Poetzsch sandte ein Foto ein, dessen Geschichte er lebendig werden lässt: Umfragen in Möllendorf und Tanneberg ergaben, dass es sich bei den Personen in der Kutsche um Richard Rimpel, Bernhard Quassnigk (Brauereibesitzer) und Gottlob Hensel, von links gesehen, alle aus

Tanneberg, handelt. Auf dem Kutschbock saß ein Saisonarbeiter aus Schlesien, namens Anton Kowalski. Der Anlass der Bildaufnahme war der 50. Gründungstag des „Kriegervereins Tanneberg - Massen“ , im Jahre 1927. Fünf Jahre später, am 19.12.1933, ist Bernhard Quassnigk verstorben. Sein Sohn Erich führte den Betrieb weiter. Nach dem Brand im Jahre 1926, erinnert sich Kurt Kniesche aus Schönborn, ein Verwandter, wurde in Tanneberg nur noch Malzbier, Braunbier und „Pupe“ , das billigste Bier für die Bauern auf dem Lande, hergestellt. 1952 kam auch dafür das Aus. Bis dahin wurde das Bier mit einem Pferdegespann in der näheren Umgebung vertrieben. Das Glockengebimmel und die Rufe des Kutschers „Malzbier, Braunbier, Pupe“ , habe ich heute noch in Erinnerung, wenn die Getränke in den Straßen unserer Siedlung Krügers Plan angeboten wurden. Vor dem 2. Weltkrieg kam an bestimmten Wochentagen stets ein Lkw der Firma Quassnigk und brachte das Bier, welches in Eimern und Kannen abgefüllt wurde.