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Malerei fasziniert bis heute

Harald Schneider (l.) und Bernd Tilgner fachsimpeln über die Verarbeitung von Holz unter verschiedensten Aspekten.
Harald Schneider (l.) und Bernd Tilgner fachsimpeln über die Verarbeitung von Holz unter verschiedensten Aspekten. FOTO: Mirko Sattler/sam1
Staupitz. Harald Schneider aus Staupitz bot Kunst gepaart mit Livemusik an und fand unter den Besuchern Gleichgesinnte zum Fachsimpeln. Mirko Sattler

(sam1) Mit so viel Andrang hat Künstler Harald Scheider am Sonntag nicht gerechnet. Zum Tag des offenen Ateliers hatte auch er sein Reich geöffnet. Nicht nur das rund 20 Quadratmeter große Atelier wurde zur Ausstellungsfläche. Seine Kunstwerke auf Leinwand und aus Holz fand man auf dem gesamten Grundstück wieder.

"Schon kurz nach Eröffnung strömten die ersten Besucher zu mir. Bis gegen 14 Uhr waren 50 Kunstliebhaber gekommen", sagte der 63 Jahre alte Künstler. Schaute man sich die Nummernschilder der vielen Autos vor seinem Grundstück an, wurde schnell klar, hier kamen nicht nur Kunstliebhaber aus dem Umkreis, auch Besucher aus den Landkreisen Meißen, Havelland oder Chemnitz fanden den Weg ins beschauliche Staupitz.

Bei Kaffee und Kuchen sowie Livemusik kam man sich schnell näher und Harald Schneider plauderte mit den Gästen. Mit Bernd Tilgner fanden sich zwei Künstler, die aus dem Naturprodukt Holz kleine Kunstwerke erschaffen. "Ich bewundere die Arbeiten von Harald Schneider. Hier zeichnet sich eine Vielfalt im Schaffen und Stile der Malerei ab ", sagte der Finsterwalder Hobbykünstler. Dass er dabei die Fertigkeiten seines Steckenpferdes Modellbau nutzt, ist schwer zu übersehen. "Ich suche mir zum Beispiel Treibholz, aus dem ich Segelboote herstellen kann", erzählte Tilgner und holte gleich eins aus dem Kofferraum. In Gesprächen kam zum Ausdruck, dass sowohl Bernd Tilgner als auch Harald Schneider nichts gegen eine gemeinsame Ausstellung hätten. Schneider träumt zuvor jedoch von einer Ausstellung in der Hauptstadt und führt schon erste Gespräche.

Zur Malerei ist er frühzeitig gekommen. "Da es in meiner Kindheit wenig Fernsehen gab, musste man sich anders beschäftigen. Und so bin ich zur Malerei gekommen. Diese Faszination hat sich bei mir bis heute gehalten", so der Künstler, der auch Bücher schreibt und vor allem als Gästeführer mit seinen Radwanderungen in der Gegend unterwegs ist.

Mehrere Hundert Bilder hat Harald Schneider seither gemalt. Mal Stillleben, mal die Natur oder mal etwas Abstraktes.