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Luther-Stelen-Weg wird am Reformationstag eingeweiht

Der Stelenweg hat in Bernhard Körners Schmiede Gestalt angenommen. Jürgen Habermann, Steffen Kazmierczak, Bernhard Körner und Markus Herrbruck (v.l.) zeigen den Platz eines Informationsquaders in einer Stele.
Der Stelenweg hat in Bernhard Körners Schmiede Gestalt angenommen. Jürgen Habermann, Steffen Kazmierczak, Bernhard Körner und Markus Herrbruck (v.l.) zeigen den Platz eines Informationsquaders in einer Stele. FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Das wird ein Paukenschlag am Reformationstag in der Sängerstadt. Reformationsgeschichte, wie sie sich in Finsterwalde spiegelt, wird auf einem Stelen-Weg mit insgesamt sechs, jeweils 2,50 Meter hohen Segmenten und an einer Informationstafel dargestellt. Gabriela Böttcher

Die feierliche Einweihung des Pfades ist eingebettet in ein Luther-Fest mit der evangelischen Kirchengemeinde, das - in Symbolik an das 500-jährige Reformationsjubiläum angelehnt - um 15.17 Uhr beginnt und mit Segenswort und Auszug aus der Kirche um 20.17 Uhr endet.

Bei Schmiedemeister Bernhard Körner trafen sich jetzt Pfarrer Markus Herrbruck, Stelen-Designer Steffen Kazmierczak und Architekt Jürgen Habermann, um letzte Details der Ausführung zu besprechen. 500 Arbeitsstunden hat allein Bernhard Körner in die Umsetzung der Stelen-Idee investiert. Jeweils neun Teile sind zu einer Stele zusammengefügt worden. Jeweils zwei aus Aluminium zusammengeschmiedete Quader finden im Stelenkörper ihren Platz. Und das in einer Höhe, in der Texte und Fotos die Ausstrahlung Martin Luthers auf Finsterwalde gut sichtbar deutlich machen.

Dr. Rainer Ernst hatte die Kunst zu vollbringen, diese Wirkungen in knappen, aber aussagekräftigen Texten auf den Punkt zu bringen. Eines der ausgewählten Bildmotive zeigt den Pfarrer der Trinitatis-Kirche Caspar Schilling im Jahr 1592 mit Christus, Melanchton und Luther sowie einem Selbstporträt des Malers. Steffen Kaczmierczak erklärt, dass Texte und Fotos im Direktdruck-Verfahren auf eine elf Millimeter dünne Aluminiumschicht aufgetragen werden. Diese Schichten wiederum werden auf die Würfel aufgebracht. Die Stelen, die sich in der Körner-Werkstatt derzeit noch mit einer Grundierung zeigen, erhalten dank spezieller Patina noch einen antiken Look. Die gestalterische Lösung mit separat in den Stelen befestigten Quadern ermöglicht spätere Ergänzungen beziehungsweise inhaltliche Aktualisierungen.