Dazu gibt es - wie in den 80ern - Musik von Vulcan Disko mit Zabel und Alexander Kühne, natürlich im Landei Lugau.

Das beschauliche Dorf in der Heidelandschaft zwischen Finsterwalde und Doberlug-Kirchhain zog von 1985 bis '94 Partygänger aus Berlin, Cottbus, Dresden und Leipzig an, die sich die Partys und Punkkonzerte in der Provinz nicht entgehen lassen wollten. Trotz Problemen mit der Volkspolizei und einigen Lugauer Einwohnern, die bislang eher Fastnacht und Kirmes gewohnt waren, gelang es den "Extrem"-Mitgliedern um Alex Kühne und Henri Manigk, Bands wie WK 13, Sandow oder Die Art in den Saal der Dorfgaststätte zu holen. Zu einem der ersten Konzerte, bei Ämtern und Behörden als Hochzeit von Kühnes erfundener Schwester mit 35 Gästen angemeldet, drängten sich 350 Leute in den völlig überfüllten Dorfsaal.

Als ähnlich legendär wie die Konzerte galten die Diskoabende und Shows zu Silvester und frei erfundenen Anlässen, bei denen meist Frank Berger die Regie übernahm und Frank Benke die Hauptrollen spielte. An die Show "Fritz Willy" erinnert sich das einstige "Extrem"-Team immer noch als besonderes Highlight. Die Eintrittskarten dafür waren meist rasend schnell ausverkauft, nur über Kontakte zu "Extrem"-Mitgliedern zu bekommen. Teilweise wurden sie sogar gefälscht.

Nun rafft sich das alte "Extrem"-Team noch einmal auf, um diese Zeit für einen Abend wieder aufleben zu lassen. Natürlich sind auch alle, die früher nichts mit dem Jugendclub zu tun hatten, am Samstag ab 20 Uhr im Landei willkommen. Der Eintritt kostet fünf Euro.