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LO und W50 haben es auf den Großglockner geschafft

Die Breitenauer mit ihrem LO in den Alpen.
Die Breitenauer mit ihrem LO in den Alpen. FOTO: privat
Breitenau/Goßmar. Um es vorwegzunehmen: Die Feuerwehrkameraden der Ortswehren Breitenau und Goßmar, die am Wochenende an der 8. Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeisterschaft in Österreich teilgenommen haben, sind am Montag wohlbehalten wieder zu Hause eingetroffen. leh

Veranstalter ist die Freiwillige Feuerwehr Bruck. Gefahren sind die Sonnewalder Kameraden insgesamt 1900 Kilometer - mit Hin- und Rückfahrt, Prüfungen und Ausflug vor Ort zum Kraftwerk Mooserboden.

Die gute Nachricht: Beide Fahrzeuge, der alte LO der Marke Robur und der W50, haben es ohne Panne bis zum Fuschertörl (2428 Meter) am Großglockner geschafft und sich damit ihre Erinnerungsplakette verdient.

Die Platzierung rückt bei dem Spaß, den die Teilnehmer hatten, eher an die zweite Stelle. "Von 72 Teilnehmern haben wir in der Gesamtwertung Platz 71 belegt", sagt Ralf Laake von der Historikgruppe Breitenau. "Dem Auto fehlt eben die Leistung", erklärt er. Die Goßmarer kamen auf Platz 66.

Besser sah es für die Breitenauer bei den Geschicklichkeitswettbewerben aus. Hier konnte das Team mit dem Robur von 51 Teilnehmern Platz 17 erreichen. Der W50 landete auf Platz 50.

Die einzelnen Prüfungen waren zum Beispiel mit dem Vorderrad einen B-Schlauch leerzufahren, rückwärts einzuparken, die Höhe und Breite des Fahrzeugs zu schätzen und dann durch eine Holzbarriere zu fahren, aus einer Gießkanne vom Lkw über den Seilzug 1,8 Liter Wasser laufen zu lassen oder Schneeketten aufzuziehen. "Allein das Rückwärtseinparken ist ohne Servolenkung harte Arbeit", sagt Laake.

Die Breitenauer und Goßmarer Teilnehmer, die das Unternehmen Weltmeisterschaft aus eigener Tasche finanzieren, danken allen Sponsoren. Nach der Weltmeisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft. "In zwei Jahren sind wir wieder dabei", sagt Ralf Laake. Bis dahin wollen sie wieder an ihrem LO schrauben.

Wenn in vier Jahren mit der 10. WM ein kleines Jubiläum ansteht, wollen die Brucker Kameraden mindestens 100 Fahrzeuge auf die Hochalpenstraße schicken. Dafür werden ab sofort die Werbetrommeln gerührt. Wer die Breitenauer also 2021 mit Oldtimer-Feuerwehr begleiten will, ist herzlich willkommen.