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Lindenaer Kameraden belohnen sich für Einsatz

Das neue Lindenaer Gerätehaus ist ein echter Hingucker geworden.
Das neue Lindenaer Gerätehaus ist ein echter Hingucker geworden. FOTO: sdk1
Lindena. Seit 2012 wurde das Feuerwehrhaus in Lindena um- und ausgebaut und zuletzt um eine Fahrzeughalle zur Aufbewahrung der neuen Fahrzeugtechnik erweitert. Am Samstag konnte endlich Einweihung gefeiert werden. sdk1

"Damals war unser Haus noch in einem relativ desolaten Zustand. Selbst Putz und Farbe kamen von den Wänden und der Platz war nicht mehr ausreichend", erklärte Frank Hoffmann bei der Einweihung. "Bernd Babben und ich haben gemeinsam diesen Um- und Ausbau angeschoben. Dass es lange gedauert hat, liegt nicht zuletzt auch daran, dass wir zusammen mit den Kameraden vieles am Wochenende und in unserer Freizeit allein gestemmt haben. Das ging von Putz- und Malerarbeiten über Trockenbau- und Tischlerarbeiten bis zu Pflasterarbeiten und vielem mehr", berichtete der Ortswehrführer voller Stolz von dem Einsatz seiner Truppe.

In Lindena sind von 350 Einwohnern insgesamt 80 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, 33 davon in der Einsatzabteilung - das bedeutet fast jeder zehnte im Ort ist ein aktiver Feuerwehrmann. "Kein Wunder", merkte Bernd Babben an, der selbst jahrelang Ortswehrführer in Lindena war. "Lindena hat bereits eine lange Feuerwehrtradition. Wir wurden am 21. August 1921 gegründet." Und auch an Nachwuchs mangelt es der Wehr nicht. Richard Babben und Antonio Hoffmann haben, gerade volljährig, die Betreuung der Jugendfeuerwehr übernommen. Der ehrenamtliche Einsatz für Mensch und Tier in Notsituationen liegt bei beiden in der Familie.

"Besonders stolz bin ich darauf, wie gut unsere Kameraden ausgebildet sind", hob Frank Hoffmann die Qualitäten der Lindenaer Wehr hervor. "Außerdem legen wir großen Wert auf die Pflege der Kameradschaft." Monatliche Treffen zur Ausbildung zählen für ihn ebenso zur Kameradschaftspflege wie das traditionelle Karpfenessen im Oktober oder der jährliche Feuerwehrball, bei dem nicht nur die Feuerwehrmitglieder sondern auch ihre Familien regelmäßig zusammenkommen. Sie alle freuten sich am Samstag beim zünftigen Feuerwehrfest mit, ebenso wie die Kameraden der benachbarten Ortswehren. Gemeinsam wurde bis spät in den Abend gefeiert - nach so viel Arbeit ein gerechter Lohn.