Kein Wunder, hörten ihm doch Vertreter einer Branche zu, die Geld verdient, wenn ihren Kunden das Wasser bis zum Hals steht. Die TÜV-Experten helfen ihnen dabei, denn am Standort Schwarzheide der Akademie-Niederlassung Cottbus werden seit Jahren im Fernlehrgang Schwimmbadbauer ausgebildet. Die Lausitzer um ihren Niederlassungsleiter Reiner Heinze haben mit diesem Angebot auf dem bröckelnden Markt der Qualifizierung und Fortbildung eine Nische besetzt und damit ins Schwarze getroffen. Seit der Gründung am 1. November 1990 hat die TÜV Akademie immer wieder neue Felder erschlossen.
Siegfried Schmauder, Geschäftsführer Bildung & Consulting der mittlerweile in 50 Ländern mit rund 9000 Beschäftigten agierenden TÜV Rheinland Group, ist deshalb voll des Lobes über die Südbrandenburger. Mit ihren Innovationen seien die Standorte Lauchhammer und Schwarzheide Vorbild für die Gruppe. Dass die Lausitzer TÜV-Leute nach einem Hinweis aus der Badbranche zur rechten Zeit auf den richtigen Zug aufgesprungen sind, so Guido Rengers. Der Firmenchef aus Geeste-Dalum und Präsident des Bundesverbandes Schwimmbad & Wellness legt Zahlen vor. In Deutschland gebe es derzeit etwa 700 000 Schwimmbadanlagen. „Jährlich kommen 25 000 hinzu.“ Obwohl der zweijährige Fernlehrgang in Schwarzheide erst seit wenigen Jahren angeboten wird, hätten bereits etwa 600 der rund 1000 Fachbetriebe Mitarbeiter auf die Schulbank gesetzt. Die TÜV Akademie fülle mit ihrem europaweit einmaligen Angebot die Lücke des fehlenden Ausbildungsberufes zum Schwimmbadbauer. Letzter Mosaikstein der modularen Ausbildung wurde jetzt mit der Eröffnung der Prüfwerkstatt in Schwarzheide gesetzt.
Nach Aussage von Fred Plotzge, Leiter der TÜV-Kunststoffwerkstatt, hat sich das Bildungsangebot in Europa herumgesprochen. Die Lehrgangsteilnehmer kommen sogar aus der Schweiz, Kroatien, Ungarn und der Ukraine.