ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:55 Uhr

Gemeinde am See
Lichterfeld bekommt jetzt eine Hafenstraße

Lichterfeld-Schacksdorf. Lichterfeld-Schacksdorfer Gemeindevertreter beschließen Haushalt 2018 ohne Angst vorm Defizit. Von Gabi Böttcher

Mit einem Fehlbetrag von 119 000 Euro in ihrem Gemeindehaushalt 2018 können die Lichterfeld-Schacksdorfer deshalb ganz gut leben, weil sie in den nächsten drei Jahren Land sehen. Bürgermeister Ditmar Gurk setzt auf Investitionen, die sich bis zum  Jahr 2021 rechnen.

Für die weitere Erschließung des Bergheider Sees sind 2,24 Millionen Euro geplant, 1,8 Millionen davon sind Fördermittel. „Für eine  Gemeinde mit 1100 Einwohnern ist das ein ganz schöner Brocken, aber wir gehen davon aus, dass es sich auf längere Sicht rechnet. Wir sind auf einem guten Weg. Im Dezember konnten wir durch erste Grundstücksverkäufe schon Einnahmen erzielen“, freut sich das ehrenamtliche Gemeindeoberhaupt. In der Sitzung der Gemeindevertreter am Donnerstagabend gab es deshalb auch Einvernehmen zu den Haushaltsdokumenten. Der Lieskauer Ortsvorsteher Herbert Jünigk fand in der Runde Zustimmung für seine Forderung, Zuwendungen aus dem Betrieb der Windkraftanlagen auch im Ort einsetzen zu können.

Zu den Investitionen, die in Lichterfeld-Schacksdorf  2018 vorgesehen sind, gehören 61 500 Euro, die im Zusammenhang mit der Erneuerung der Ortsdurchfahrt Lieskau  eingesetzt werden. 68 000 Euro fließen in den Bau eines Bahnsteiges in Schacksdorf. 12 000 Euro sind für eine E-Bike-Ladestation vorgesehen, die am Besucherbergwerk F 60 aufgebaut werden soll. Auch für die Ertüchtigung des überörtlichen Radwegenetzes will die Gemeinde ihren Beitrag leisten. 60 000 Euro sind dafür vorgesehen, 42 000 Euro davon kommen aus Fördermitteln.

Zukunftsmusik lag im Gemeinderaum in der Forststraße in der Luft, als die Gemeindevertreter einstimmig dem Aufstellungsbeschluss zur Erarbeitung einer Ergänzungssatzung für die Klingmühler Straße in Lichterfeld zustimmten. Ziel ist es, hier dem Bedarf zu folgen und Land für den Bau von Eigenheimen zur Verfügung zu stellen. In der Besucherreihe wurde dafür bereits lebhaftes Interesse laut. Die Frage nach der Erlaubnis zum Bau eines Hauses im  Bungalowstil musste jedoch an das Bauamt des Landkreises verwiesen werden.

Bürgermeister Ditmar Gurk spürt mit wachsenden Fortschritten am Bergheider See ein wachsendes Interesse am Wohnen im Ort. Auch nach derzeit unbewohnten Häusern werde gefragt. Und wenn das nicht auch Wohlklang für die Ohren der Lichterfeld-Schacksdorfer ist: Sie bekommen eine Hafenstraße. Der Abschnitt der neu  geschaffenen Infrastruktur am Bergheider See zwischen Kreisverkehr und Wendehammer am Hafen soll diesen Namen tragen. Zeitdruck besteht, weil ein erster Anlieger zur Anlieferung  von Materialien eine Straßenangabe samt Hausnummer benötigt. Hinter besagtem Anlieger verbirgt sich das mit vielen Erwartungen verbundene   innovative schwimmende Haus. Gewidmet und damit für den öffentlichen Verkehr zugänglich werde die Straße jedoch erst bei abgeschlossener Sanierung, betonte Amtsdirektor Gottfried Richter.

Mit Interesse verfolgten der Neu-Lichterfelder Dirk Haase aus Schwanebeck, der Eigentümer des Dorfgasthauses, und Pensionsinhaber Martin Bressel die Vorhaben des Jahres 2018. Bei Martin Bressel gibt es schon jetzt rege Nachfrage nach Zimmern und bereits ausgebuchte Wochenenden — zum Feel-Festival und zum Sängerfest in Finsterwalde. Dirk Haase will in Kürze einen Imbiss eröffnen.