ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:40 Uhr

Feederangeln findet immer mehr Freunde
Leckerli für Fische: Maden mit Schokogeschmack

Klaus-Dieter Umlauf – einer der erfolgreichsten Angler im Elbe-Elster-Kreis - mit einer empfindlichen Feederangel.
Klaus-Dieter Umlauf – einer der erfolgreichsten Angler im Elbe-Elster-Kreis - mit einer empfindlichen Feederangel. FOTO: Dieter Babbe
Finsterwalde. Der Finsterwalder Klaus-Dieter Umlauf gehört bei der Deutschen Meisterschaft im Feederangeln zum Spitzenfeld.

Man nehme Semmelmehl, forme das zu einem Kloß, streue Karamellpulver dazu, tauche Maden in Schokolade und drücke die in den Kloß – „Fische mögen es süß“, weiß Klaus-Dieter Umlauf. Freilich macht er, wie jeder Angler, aus seiner genauen Rezeptur zum Anfüttern der Fische ein Geheimnis – schließlich hat sich der Petrijünger aus Finsterwalde mit seinem Köder auf Anhieb bei den Deutschen Meisterschaften einen Spitzenplatz erkämpft. Und damit einmal mehr unter Beweis gestellt: Klaus-Dieter Umlauf ist einer der besten Angler im Elbe-Elster-Kreis.

„Jedenfalls beim Feederangeln“, konkretisiert der 67-Jährige, in der Sängerstadt eher als Gastwirt von der „Erholung“ bekannt. Nach der Wende hat sich der seit Jahrzehnten leidenschaftliche Angler immer mehr der aus England stammenden Angelmethode verschrieben. „Beim Feederangeln wird ohne Pose, aber mit einem Futterkorb und einer ganz empfindlichen und leichten Rute geangelt. Die dünne Spitze zeigt durch ihr Zittern an, selbst wenn ein Fisch nur vorsichtig am Haken zubeißt“, erklärt Klaus-Dieter Umlauf. Und weiter: Mit der Feederangel werden insbesondere Fische gejagt, die ihre Nahrung am Gewässergrund aufnehmen. Und man kann in einer Entfernung angeln, die mit Posenruten nicht oder schwer zu erreichen sind.

Bei den Deutschen Meisterschaften in der Prignitz, organisiert vom Deutschen Süßwasseranglerverband, zog der Finsterwalder an zwei Tagen fast 30 Kilo Fisch, meist Blei, Güster und Plötze, aus dem Gnevsdorfer Vorfluter, einem Kanal unweit der Elbe – und belegte damit Platz 15 von insgesamt 135 Teilnehmern. „Das ist der bisher größte Erfolg in meinem langen Anglerleben, ich habe Deutsche und sogar Weltmeister hinter mir gelassen“, freut sich Klaus-Dieter Umlauf über seinen Erfolg. Mit seiner Platzierung unter den besten 20 hätte sich der Finsterwalder für die deutsche Nationalmannschaft und damit für internationale Wettbewerbe qualifizieren können – „doch ich habe abgelehnt, da ist man ja nur noch unterwegs“, sagt Umlauf, der schon jetzt fast jedes Wochenende zum Angeln fährt: vom Spreewald bis nach Mühlberg, aber auch bis nach Norwegen und an die polnische Ostsee.

Übrigens: Was wurde aus seinem großen Fischfang bei den Deutschen Meisterschaften? „Das war ein Hegefischen. Die gefangenen Tiere sind nicht getötet worden. Sie wurden in Lkw verladen und nach Sachsen gebracht, wo sie in Gewässer umgesetzt wurden, wo Kormorane den Fischbestand stark dezimiert haben.“ Nächstes Jahr will Klaus-Dieter Umlauf seinen guten Platz bei den Deutschen Meisterschaften mindestens verteidigen – und möglichst mit einer Mannschaft aus der Elbe-Elster-Region anreisen. Doch zunächst hat er am letzten Juli-Wochenende einen ersten Nacht-Feedercup in Mühlberg organisiert, an dem sogar Angler aus dem polnischen Zary teilnehmen. Klaus-Dieter Umlauf: „Auch in Polen findet das Feederangeln immer mehr Freunde.“