Egal ob es zu Lichtmess stürmt und schneit oder nicht: In Lindena ist das Klemmkuchenfest absoluter Publikumsmagnet. Die Organisatoren und Helfer des Lindenaer Bauernmuseumvereins um die Vorsitzende Birgit Schrey schleppen zusätzliche Bänke in die Museumsscheune, wo kaum noch ein Durchkommen ist. Das jährliche Klemmkuchenfest mit dem „geklemmten Kuchen“ nach alter Tradition lockt in jedem Jahr die Lindenaer und Besucher aus Region.

1000 Klemmkuchen wechseln in Lindena den Besitzer

„In diesem Jahr ist es besonders voll. Dabei hatten wir befürchtet, dass bei dem unwirtlichen Wetter nicht so viele Leute kommen würden“, verrät die Vereinschefin ihre Sorge. Die ist jedoch unbegründet. Zum Glück haben sich die Klemmkuchenbäckerinnen um Ilona Knepper bestens vorbereitet. Mehr als tausend Kuchen haben sie im Eisen „geklemmt“ und die gehen alle weg. Dazu die mit Sahne gefüllten Tüten und Waffeln sowie leckerer Kuchen. Die fünfzehn Helfer des Vereins vom Einlassdienst, die Bäckerinnen, Kaffeekellnerinnen und Verkäuferinnen am umlagerten Stand haben alle Hände voll zu tun.

Für Stimmung im Saal sorgen das Scheunenorchester, das dem Klemmkuchenfest seit mehr als zwanzig Jahren die Treue hält, mit volkstümlichen Rhythmen und die Frauen der Kirchhainer Sangesvereinigung mit einem Medley durch die Schlagerwelt der vergangenen 60 Jahre, das zum Schunkeln und Mitsingen herausfordert. Schwungvolle Tanzpaare trauen sich auf den knappen Platz des Scheunenparketts.

Viel Geschichte ist im Bauernmuseum Lindena zu sehen

Bei vielen Besuchern reichen die Erinnerungen an den Lehrer Jürgen Tuband zurück, der das Museumsprojekt auf den Weg gebracht hat, und an Arno Goltz, der jahrelang den Hut bei der Entwicklung des Bauernmuseums aufhatte. Seit 2011 steht Birgit Schrey als Vorsitzende an der Spitze des Lindenaer Bauernmuseumsvereins.

Der Verein, der mit der Ausgestaltung des Museums ländliche Traditionen bewahrt, wirbt für den Besuch der musealen Einrichtung, welche die bäuerliche Arbeits- und Lebenswelt früherer Jahrzehnte mit originalen Arbeitsgeräten dokumentiert. In dem Dreiseitenhof wird das Leben einer typischen Bauernfamilie vor etwa hundert Jahren vorgestellt.

Lindena/Finsterwalde

Eine besondere Rarität stellt das Schulzimmer im Dachgeschoss mit originalen Schulbänken und Schiefertafeln dar. Auf Wunsch wird dort auch „Unterricht wie zur Kaiserzeit“ gegeben.

Öffnungszeiten des Museums nach Vereinbarung telefonisch über das Amt Elsterland: 035326 98110 oder mobil: 0174 2173185. Im Internet auf: www.amt-elsterland.de

Rückersdorfer Schüler

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