ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:34 Uhr

"Leben soll das Glück dieser Welt"

Ben und Jenny meisterten ihren Part zur Eröffnung des Sängerfestes gestern Abend bravourös.
Ben und Jenny meisterten ihren Part zur Eröffnung des Sängerfestes gestern Abend bravourös. FOTO: Veit Rösler/vrs1
Finsterwalde. Das haben sie fein gemacht! Jenny Noack (9) und Ben Krug (8) riefen Katrin Gröbe, die Vorsitzende des Sängerfestvereins, am gestrigen Abend auf die große Bühne auf dem Markt und besangen den kleinen Notenmann. Die Fanfarenklänge waren verhallt, die erwartungsfrohe Feiergemeinde hatte sich zum Auftakt des Sängerfestes 2016 versammelt. Gabi Böttcher

Vier Hammerschläge hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bei seinem Premieren-Auftritt zur Eröffnung des Sängerfestes vor zwei Jahren benötigt. Dann floss das Bier aus dem Fass des Finsterwalder Brauhauses. Diesmal waren es fünf. Obwohl Woidke anmerkte, das Bier wäre nach zwei Schlägen geflossen, hätte der Braumeister den Hahn aufgedreht. Fachmännisch gehalten wurde dieser von Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU). Da konnte auch Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) nichts aussetzen und sich zudem über die Organisatoren des Festes und diejenigen freuen, die es wieder zu Tausenden annehmen.

"Leben soll die Liebe, leben soll das Leben, leben soll das Glück dieser Welt", schmetterten die vereinigten Chöre unter Leitung von Veit Klaue und trafen das Lebensgefühl an diesem sonnigen Sängerfest-Auftaktabend.

Um nicht wie vor zwei Jahren auf den letzten Pfiff einzutreffen, war Dietmar Woidke diesmal auf Nummer sicher gegangen und hatte zuvor dem neu eröffneten Heimatladen der Initiative "Comeback Elbe-Elster" einen Besuch abgestattet. Und die erste DVD mit dem frisch produzierten Rückkehrer-Rap entgegengenommen, der am heutigen Samstag, 22.15 Uhr, live auf der Jugendbühne präsentiert wird. Schon gestern Abend legten die kleinen Sänger Ben und Jenny ihren Auftritt mit Bravour hin. Nur drei Proben in der professionellen Obhut von Karin Melzer lagen bis dahin hinter den beiden. Von Frauenpower war hier gar die Rede. Kein Wunder, denn unter Frauenpower a la Katrin Gröbe haben die vielen engagierten Vereinsmitglieder und Unterstützer wieder ein bewundernswertes dreitägiges Fest auf die Beine gestellt - das 13. seit 1992. Auf zehn Bühnen und an weiteren Veranstaltungsorten in der Stadt wird noch bis morgen ein fröhlich-vielfältiges Programm zu erleben sein.

Und dass kleine Finsterwalder Sänger nicht unbedingt aus der Sängerstadt kommen müssen, der Gedanke des Zusammenhalts in der Region gelebt wird, bewiesen Ben und Jenny aus dem Sonnewalder Ortsteil Goßmar beherzt auf großer Bühne. Und auch von anderen Nachbarn wird während des Festes zu hören und zu sehen sein. Bernd Große aus Massen ist zwar diesmal im Festumzug am Sonntag nicht mit einem Kuh-Gespann dabei. Man wird stattdessen sehen können, wie sich ein Trecker in eine Kuh verwandeln kann.

Übrigens: Die Neuzeit macht auch vor dem Sängerfest nicht halt. Alle SF-Digital-Kunden mit TV-Grundversorgung können den Sängerfestumzug in diesem Jahr live im Fernsehen verfolgen. Gemeinsam mit TV Produktion Peter Eckenigk machen es die Stadtwerke Finsterwalde möglich: SW-TV Kanal (138,00 MHz), Sonntag, 28. August, 14 Uhr.