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| 16:54 Uhr

Finsterwalde
Lausitzer Bauunternehmerverband feiert den 50.

Zum Erinnerungsfoto an das 50. Verbandsjubiläum fanden sich Verbandspräsident André Wichor, Verbandsjustitiar Rudolf E. Konschake, Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Radsportlegende Gustav-Adolf („Täve“) Schur zusammen (v.l.).
Zum Erinnerungsfoto an das 50. Verbandsjubiläum fanden sich Verbandspräsident André Wichor, Verbandsjustitiar Rudolf E. Konschake, Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Radsportlegende Gustav-Adolf („Täve“) Schur zusammen (v.l.). FOTO: Jeannette Prinz
Finsterwalde. 23 Mitglieder mit fast 1500 Mitarbeitern unterstützen sich. Zur Festveranstaltung wurde Täve Schur als Ehrengast begrüßt. Von Gabi Böttcher

Grund zum Feiern hatten am Freitag die derzeit 23 Mitglieder des Lausitzer Bauunternehmerverbandes. Der eingetragene Verein kann auf 50 Jahre seines Bestehens zurückblicken. Einst als Zusammenschluss von Meliorationsgenossenschaften und des volkseigenen Betriebes Meliorationsbau Cottbus gegründet, wurde seit dem 31. Mai 1990 ein neues Kapitel aufgeschlagen. Als eingetragener Verein „Regionalverband der Wasser- und Tiefbauunternehmen“ war man nunmehr nicht mehr der Landwirtschaft, sondern der Bauwirtschaft zugehörig. Verbandsjustiziar Rudolf Konschake führt diese Aufgabe von der Gründung an aus. Im Unterschied zu großen Verbänden sei der Lausitzer klein, bescheiden und fein, ja fast familiär. Man organisiere sogar gemeinsame Reisen, so nach Slowenien und Kroatien. Natürlich Fachtagungen und Schulungen. „Aber immer direkt auf die Bedürfnisse der Mitglieder ausgerichtet“, betont das Urgestein des Verbandes gegenüber der RUNDSCHAU. Hinter dessen heute 23 Mitgliedern, einschließlich der Gastmitglieder stehen immerhin 1457 Mitarbeiter. Das sei gegenüber 1990 eine Steigerung um 70 Prozent.

Froh ist Rudolf Konschake, dass mit dem 44-jährigen André Wichor aus Niesky ein junger Bauunternehmer die Präsidentschaft inne hat. André Wichor war es dann auch, der am Freitag während der festlichen Runde zum 50. Verbandsjubiläum in der Gaststätte Treffpunkt Süd in Finsterwalde an die lange Wegstrecke bis in die Gegenwart erinnerte, aber auch den Blick in Gegenwart und Zukunft richtete.

Hauptsächlich sei der Verband für seine Mitglieder tätig, indem er eine gezielte Weiterbildung für das mittlere und gehobene Management organisiere, Verbandsinteressen in politschen Gremien wahrnehme, aber auch eine außergerichtliche Rechtsbetreuung übernehme

Ein wichtiges Thema sei die Lehrlingsausbildung. „Im Schnitt wurden in unserem Verband 25 bis 30 Lehrlinge jährlich – leider mit abnehmender Tendenz ausgebildet. Zwischen 70 und 75 Prozent von ihnen konnten das schulische Ausbildungsziel erreichen“, berichtete André Wichor am Freitag. „Momentan bedrücken uns – bei guter beziehungsweise sehr guter Auftragslage – die avisierten Lohnanpassungen und die damit verbundenen Harmonisierungen innerhalb der einzelnen Vergütungsgruppen“, so Wichor weiter. Erforderliche Preisanpassungen und Flexibilisierungen seien gegenüber den Bauherren meistens beziehungsweise fast gar nicht durchzusetzen. Auch die Altersstruktur in den Mitgliedsunternehmen spiegele deutschlandweite Sorgen wider. 20 bis 22 Prozent der gewerblichen Mitarbeiter seien über 55 Jahre alt, nur acht bis zehn Prozent hingegen unter 30 Jahre.

In die Zukunft blickend erinnerte André Wichor an das, was den Verband seit seiner Gründung stark gemacht habe – die Einigkeit. Und nicht der Grundsatz „Jeder stirbt für sich allein“. Zum unterhaltsam-amüsanten Höhepunkt des Abends wurde eine kleine Talkrunde zwischen dem 77-jährigen Verbandsjustiziar Rudolf Konschake und der 87-jährigen Radsportlegende Täve Schur. „Wir wollten jemanden begrüßen, der vor mehr als 50 Jahren große Erfolge gefeiert hat und noch heute große Popularität genießt“, sagt Rudolf Konschake. Eine Botschaft, die Täve der Runde mitbrachte: „Gesund leben heißt viel Bewegung und gesunde Ernährung.“