„Die Kängurus haben Nachwuchs“, freut sich Tierparkleiter Torsten Heitmann. Gelegentlich lasse sich ein neues Jungtier blicken, schaut manchmal nur scheu aus dem Beutel der Mutter hervor und wagt sich hin und wieder auch schon allein auf Entdeckungstour. „Wenn das Wetter schön ist, kommt es gerne raus.“

Babys wissen sich gut zu verstecken

Dass die Kängurus Nachwuchs haben, sei eigentlich gar nicht so selten, weiß der Tierparkleiter. Die Jungtiere würden sich im mütterlichen Beutel praktisch die Klinke in die Hand geben. „Von unseren vier Weibchen haben alle eins im Beutel.“ Lange Zeit blieben die Kanguru-Babys allerdings unentdeckt, erklärt Heitmann, da sie nach wenigen Wochen Tragezeit mit geringer Größe vom Geburtskanal in den Beutel der Mutter klettern würden, um dort für die nächsten Monate an einer Zitze anzudocken. Erst wenn die Kleinen heranwachsen, könne ihre Anwesenheit im Beutel von außen wahrgenommen werden.

Finsterwalde

Nach einigen Monaten wage sich das Tier auf Erkundungstouren in seine Umgebung. Erst zögerlich, „bis die Mutter es rausschmeißt“, erklärt der Tierparkchef. Dann sei oft auch schon der nächste Nachwuchs am Start. Für die Jungtiere im verschiedenen Alter könne die Mutter übrigens auch unterschiedliche Milch produzieren. Für den jüngeren Nachwuchs sei diese noch fetthaltiger, für den älteren, der bereits von außen trinken kann, dann schon wässriger, berichtet Heitmann.