Seit Eröffnung am 10. April 2005 konnte der in Dollenchen geborene und in Finsterwalde zur Schule gegangene Künstler bis April 2008 mehr als 3000 Besucher aus der Region und aus Dresden, Leipzig, Berlin, Hamburg und Köln sowie aus den Niederlanden und aus Frankreich begrüßen. Da seit April dieses Jahres weitere Vernissagen und Veranstaltungen mit großem Publikumszuspruch folgten, begrüßte Tosch den Landrat als 3 500. Atelierbesucher. Landrat Richter löste damit zugleich ein Versprechen ein, welches er dem Künstler beim Besuch von dessen Ausstellung in der Kirche zu Oppelhain anlässlich des Mühlentages gegeben hatte.
Mit Interesse und sichtbarer Freude genoss der Politiker die Ausführungen des Gastgebers über dessen Leben als Ausstellungsleiter, Pressechef, PR- und Kulturberater, Designer sowie Maler und erfuhr, dass das Atelier Tosch in Sorno inzwischen das meistbesuchte Künstleratelier in der Region und längst zu einem Wallfahrtsort geworden ist. In dem im Jahr 2008 von der Landesregierung in Potsdam herausgegebenen „Jahrbuch für das Land“ wird als einziges Künstleratelier von Brandenburg das Sornoer Atelier mit dem Titel „Französische Lebenslust – Landatelier Tosch“ auf einer ganzen Seite ausführlich in Wort und Bild vorgestellt.
Während Lebensgefährte Bernd Rabe sehr gekonnt kulinarische Köstlichkeiten für die Gäste zubereitete, wurden weitere Sornoer Attraktionen in Augenschein genommen. Der Heilige Florian aus dem uralten Eichenstamm, der an der Feuerwehr seinen Platz gefunden hat und die weiße klassizistische Dorfkirche, ein Meisterwerk aus der Schinkelzeit von 1823. Hier setzte sich Dietrich Tosch, der vorweg verdeutlichte, dass er nicht Orgel spielen könne, an die historische Heinze- Orgel und entlockte diesem frisch restaurierten Instrument unter dem Motto „Bach spielen, kann jeder. Ich spiele Tosch“ herrlichste Klänge fürs Herz und für die Seele. „Dafür, dass Sie nicht spielen können, haben Sie wunderbar gespielt“ , lobte der Landrat ergriffen.
Zurzeit stellt der Künstler gleichzeitig auf drei Sonderausstellungen insgesamt 80 Bilder aus. In Elsterwerda im Miniaturenpark, im Potsdamer Holländer-Viertel und am Kurfürstendamm in Berlin, dort bereits zum achten Mal, finden seine Bilder reges Interesse.
„Ich lernte den Maler Tosch damals in Oppelhain als sehr offenen Menschen kennen und versprach, ihn in Sorno zu besuchen. Er ist voller Ideen, hat viel Idealismus und ist trotzdem mit beiden Füßen fest auf dem Boden geblieben“ , lobte Klaus Richter und fügte hinzu: „Er ist rührig, ehrenamtlich im Dorfleben engagiert und lebt von dem, was er schafft. Das ist in der heutigen Zeit, wo Künstler nicht auf Rosen gebettet sind, sehr beachtens- und lobenswert. Von diesem sprudelnden Optimismus nehme ich für mich ganz persönlich etwas mit. So muss man an das Leben herangehen. Tosch steckt mit seiner Lebensfreude andere an und lässt Zweifel oder Bedenken gar nicht zu.“
Am 14. August sollen sich 30 Unternehmer im Sornoer Atelier begegnen. Außerdem ist eine Fernsehsendung über 40 Jahre Berufsleben des 63-Jährigen mit dem Titel „Ein Deutscher mit französischen Farben“ in Vorbereitung.